
Zum Glück hatte der Brüetsch das schon mal gemacht; rein von den Beschreibungen hatte ich das Gefühl, es sei recht kompliziert und beim Rostbefall am Süffel würde es zudem einiges an Kraft brauchen, gewissen Teile dann zu lösen. Die Die Rebuild-Kits hatten ganz ein Haufen kleine Teile und Federn drin... Ich war froh, konnte ich auf Hilfe zählen.
Der erste Anlauf fand vor 2-3 Wochen statt. Das Auto bockt man hinten auf und entfernt beide Räder und beide Trommeln, damit man beim Bau der einten Anlage die andere als Referenz nehmen kann.

Also alles wieder montieren und neue, die richtige, Schuhe bestellen.
Beim MFK wurden die hinteren Bremsen dann gar nicht beanstandet. Aber wir bauten sie dennoch neu gestern, denn die Teile waren da und die Arbeit war doch nicht so schwieig wie gedacht.

Die rechte Anlage war schnell gemacht. Die linke Trommel war einiges verrosteter und die Reibflächen auf dem hinteren Teller extrem uneben. Mit einer Drahtbürste wurde sie möglichst gut abgeschliffen, bevor die Kupferpaste draufkam, aber schön ist es nicht. Bremsen tut's dennoch.
Das Flüssigkeitszylinder wurde nicht gewechselt. Die Leitung war festgerostet.
Die neue Schuhe kamen drauf. Das Timken-Radlager sieht etwas fehl am Platz aus mit den ganzen neuen Teilen, aber das Ding ist so solide wie am ersten Tag vor 3 oder 4 Jahren, als wir es verbauten.
Zu guter Letzt, bevor die Räder wieder draufkamen, wurde die neue Trommel draufgesteckt. Die Reibung auf den Bremsschuhe konnte mit Gefühl gestestet werden und die Spannung mittels Drehkranz unten in der Anlage justiert werden. Die Feineinstellung macht die Anlage dann von selber - eigentlich ein ganz simples System, trotz die vielen Komponenten.
Beim Fahren merkte ich keinen Unterschied, was eigentlich ein ganz gutes Zeichen ist.