Tuesday, January 17, 2017

Sie steht!


Fäbu kriegt in einige Monate hin was der Geissbart nicht in einigen Jahren zustande brachte. Ein Hoch auf motogarage.ch. Weiter so!

Saturday, January 14, 2017

Versteh einer die MFK

Am Donnerstag kam der Süffel im zweiten Anlauf durch die MFK. Zwei Anläufe, weil beim ersten Versuch der offene K&N Luftfilter, welcher die letzten zwei Mal unbeanstandet durchkam, diesmal nicht mehr recht war.
Nun gut, ist ja keine Riesensache, das Originalteil wieder einzubauen. Nur stellte sich heraus, dass mir ein Versatzstück fehlte, und die Zentralschraube deshalb nicht montiert werden konnte. Ich überliess das zurechtdeichseln meinem Mech, aber anscheinend war meine Originallösung (damit ich zum Mech fahren konnte) ganz passabel.

Im Ernst, liebe MFK: Eine schöne solide K&N wird zurückgewiesen aber DAS ist okay?!


Panzertape und Kabelbinder. Jawohl.
Muss wohl nicht erwähnen dass ich die K&N am gleichen Abend wieder montierte.

Friday, December 30, 2016

Trommelbremsen

Der Neubau der Trommelbremsen am alten Süffel ist etwas, das ich seit mehreren Jahren vor mir herschiebe. Es war nie so richtig notwendig; wäre bloss prophylaktischer Unterhaltsarbeit gewesen und zudem ganz interessant. Da das Auto aber nun zur MFK angemeldet war wurde es Zeit, die Sache in Angriff zu nehmen.
Zum Glück hatte der Brüetsch das schon mal gemacht; rein von den Beschreibungen hatte ich das Gefühl, es sei recht kompliziert und beim Rostbefall am Süffel würde es zudem einiges an Kraft brauchen, gewissen Teile dann zu lösen. Die Die Rebuild-Kits hatten ganz ein Haufen kleine Teile und Federn drin... Ich war froh, konnte ich auf Hilfe zählen.
Der erste Anlauf fand vor 2-3 Wochen statt. Das Auto bockt man hinten auf und entfernt beide Räder und beide Trommeln, damit man beim Bau der einten Anlage die andere als Referenz nehmen kann.
Wir kamen allerdings nicht weiter als das einte Bremsflüssigkeitszylinder zu ersetzen, denn die Bremsschuhe, also die Beläge, waren zu schmal und hatten die falsche Aufnahmeaussparungen. Anscheinend gibt es für 1997 5.2L Dodge Dakotas drei verschiedene Varianten.
Also alles wieder montieren und neue, die richtige, Schuhe bestellen.
Beim MFK wurden die hinteren Bremsen dann gar nicht beanstandet. Aber wir bauten sie dennoch neu gestern, denn die Teile waren da und die Arbeit war doch nicht so schwieig wie gedacht.






Der zweite Satz Bremsschuhe stimmte dann mit den alten überein.



Die rechte Anlage war schnell gemacht. Die linke Trommel war einiges verrosteter und die Reibflächen auf dem hinteren Teller extrem uneben. Mit einer Drahtbürste wurde sie möglichst gut abgeschliffen, bevor die Kupferpaste draufkam, aber schön ist es nicht. Bremsen tut's dennoch.
Das Flüssigkeitszylinder wurde nicht gewechselt. Die Leitung war festgerostet.




Die neue Schuhe kamen drauf. Das Timken-Radlager sieht etwas fehl am Platz aus mit den ganzen neuen Teilen, aber das Ding ist so solide wie am ersten Tag vor 3 oder 4 Jahren, als wir es verbauten.


Zu guter Letzt, bevor die Räder wieder draufkamen, wurde die neue Trommel draufgesteckt. Die Reibung auf den Bremsschuhe konnte mit Gefühl  gestestet werden und die Spannung mittels Drehkranz unten in der Anlage justiert werden. Die Feineinstellung macht die Anlage dann von selber - eigentlich ein ganz simples System, trotz die vielen Komponenten.

Beim Fahren merkte ich keinen Unterschied, was eigentlich ein ganz gutes Zeichen ist.

Sunday, December 4, 2016

Werkstattsonntag



Seitdem ich beim Süffel neue Zündkerzen reingemacht habe - das war ein spätfreitagabendliches Unternehmen bei dem ich zu faul und dreckig war um Fotos zu machen - lauft er wieder wie normal. Dass der 8. Zylinder die Kompression nicht aufbringt spürt man nicht mehr. Wenn die Zündkerzen nicht verreckt wären hätte ich es wohl nie gemerkt. Vielleicht war das schon vor 6 Jahren der Fall, als ich ihn kaufte. Keine Ahnung.




Wegen einem beschädigten Zündkabel, der Funkenschlag hatte, hab ich diese heute nun auch erneuert. Ein einfaches Unterfangen, die alten 7mm Spaghettis mit 8mm StreeThunder Leitungen zu ersetzen. Diese sitzen auch viel Satter auf den Kerzen.

Das grössere Projekt heute war, endlich mal die Getriebeölwanne zu wechseln. Zuerst musste ich mit WD-40 den Versandkleber rausrubbeln, der irgendein Logistikdepp reingepappt hatte. 15x15 cm Klebstoff und plastiziertes Papier in eine Wanne rein die nacher ein aggressives und möglichst sauberes Schmiermittel beinhalten soll - ganz gescheite Idee. Zum Glück kann WD-40 alles.
Erwartungsgemäss gab es ein kleineres Schlachtfeld unter dem Süffel. Es ist ist nicht einfach, um eine 40x70cm Utz-Kiste rum 16 oder 18 - weiss es nicht mehr; jedenfalls viele - Schrauben zu lösen und dabei werden die Hände und Ärme all schmieriger und es fliesst mehr und mehr rotes, nach sauren Erdbeeren riechendes Öl, zum tiefsten Punkt, was ja der Ellenbogen ist. Oder wäre, wenn ich nicht meine dicke Werkstattjacke angehabt hätte, womit die Ware halt im Stoff am Handgelenkt blieb.
Zum Glück waren die Schrauben nicht verhockt, da ja der Service in diesem Jahre gemacht wurde.



Der Filter war mit drei Torx-Schrauben festgemacht; die liessen sind auch anstandlos rausdrehen.



Eigentlich hatte ich vor, das Öl, welches wie gesagt relativ neu ist, wieder zu verwenden. Aber in der Utz-Kiste sah es fast schwarz aus, und es schwammen viel zu viele Rostflecken rum drin. (Wohl von der alten Wanne, die reingefallen war.) Also lass ich das sein und besorge mir neues ATF+4.
Der Einbau des neuen Filters und der neuen Wanne war dann problemlos. Kein Auffangbehälter im Weg, kein fliessendes Öl, und eine passegenaue neue Dichtung. (War die alte auch, aber als ich sie wegnahm sah ich, dass sie beim einem Schraubloch zerquetcht und gerissen war...) Jetzt die 5-6 Liter Getrieböl ersetzen und ich kann ihn am Sonntag mit zum Brüetsch nehmen. Dort lern ich mal wie man 'ne Trommelbremse neu baut.
Ausser für Unterhaltsarbeiten wird der alte Süffel nicht mehr gross beansprucht. Am Dienstag kam sein Nachfolger, der grosse, moderne, mit allem Schnickschnack ausgerüstete Bruder. Oder Schwester - im Moment lauft sie unter dem Namen "Dicke Berta." Aber mit einem Farbwechsel - was Pflicht ist; weiss ist nicht meins - ändert sich das womöglich. Der Süffel, treuer Begleiter seit sechs Jahren, steht zum Verkauf. Er hat gute Dienste geleistet. Der Ram wird das sicher auch.
Die Dicke Berta




Sunday, November 27, 2016

Nach zweieinhalb Jahren...

30'000 km hab ich früher in einem Jahr runtergespült.


Sunday, October 23, 2016

Kompressionstest

Der alte Brummbär schwächelt langsam im Herz. Wiederholte Fehlermeldungen und arges Ruckeln beim Fahren, wenns nur leicht bergauf geht oder schneller als 100 km/h - das stimmte einfach nicht mehr.
Donnerstagnachmittag nahm ich frei mit dem Plan, die leckende Getriebölwanne zu wechseln. Der Brüetsch war wieder erwarten auch im Haus, deshalb konnten wir uns zu Zweit um den Dodge kümmern.
Die gelieferte Ölwanne stelle sich als unpassend heraus, aber als Glück im Unglück durften wir auch feststellen, dass die alte Wanne gar nicht durchgerostet war, sondern bloss die Schrauben nicht richtig angezogen.
Ersetzen werde ich die Wanne trotzdem, aber das hat Zeit.


Dafür gabs eine viel ärgerliche Neuigkeit.
Wir schraubten alle acht Zündkerzen raus und sahen, dass er zu mager und zu heiss läuft, und eine Kerze ist kaputt. Also neue besorgen - halb so schlimm.

Es folgte jedoch einen Kompressionstest - und die Bilder sprechen für sich.


Zylinder 1, 140 PSI. Perfekt.

Zylinder 8, 70 PSI. Gar nicht gut.

Alle Kompressionswerte

Die linke Zylinderkopfbank ist perfekt zwäg - durchgehend 140 PSI bei 5 Umdrehungen. Rechts sieht es genau anders aus. Die Werte sollten sich eigentlich nicht um mehr als 40 PSI unterscheiden; einen Unterschied von 50% ist ganz schlimm. Mit dem Öltest (zwei Teelöffel Öl in den Zylinder leeren, wieder die Kompression testen; wenn sich der Wert verbessert liegt der Fehler an einem defekten Kolbenring) war auch klar, dass Zylinder 8 zusätzlich zur defekten Kopfdichtung der rechten Bank auch einen kaputten Kolbendichtring hat.

Ich werde neue Kerzen besorgen, und wir testen mal die Vakuumleitungen, aber ich bin noch nicht sicher, ob es sich lohnt, da noch gross was zu machen. Ich will das Auto nicht hergeben; er hat die perfekte Länge und Höhe zum parkieren, die perfekte Motorisierung und einen lauten aber gutmütigen Charakter. Und er war bisher sehr unterhaltsfreundlich; so vieles an ihm lässt sich in der eigenen Werkstatt machen. Aber mit 240'000 km ist er wirklich nicht mehr der jüngste, und wenn der Motor nun schwächelt muss ich mir überlegen, ob ich ihn nicht ersetze. Ich habe ein einziges Auto, und der muss mich durch viel Schnee und schlechtes Wetter bringen. Wenns Sommer wäre hätte ich die Musse, dran zu arbeiten, aber ich hatte schon zweimal Schnee bei mir, und Unsicherheit, ob ein Fahrzeug das tut was es soll - das Gefühl hasse ich.

Saturday, October 15, 2016

Alles nass




Mein alter Brummbär macht mir dieses Jahr ziemlich viel Bauchweh. Im Frühjahr der grosse Service übers Lenkgetriebe und die -geometrie. Vor kurzem die geplatzte Getriebeölleitung. Prompt nachher die Tatsache, dass die Bremsen durch waren, und die Dichtung der Getriebölwanne hielt auch nicht. Nun zudem immer wieder den Fehlercode P0308 - Fehlzündungen in Zylinder 8.
Letzte Woche hatte ihn ein Kollege ausgeliehen um Transporte zu machen. Er nahm ihn mal in Augenschein und fragte sich (er fährt ebenfalls Dodge), ob mit dem Motor eigentlich alles in Ordnung sei. Kopfdichtung, Wasserpumpe, Steuerkette... Alles Sachen, die er auch schon hatte ersetzen müssen und eventuell beim Süffel fällig sind.
Er kontrollierte auch den Kühler und fand den Deckel komplett verschlammt und voll mit braunem Gummi. Zuerst dachte er es sei Öl-/Wassergemisch und meinte, der Süffel hätte einen kompletten Motorschaden. Zum Glück ist das nicht der Fall. Heute hab ich soviel Kühlmittel rausgelassen wie ich konnte, und es war zwar rostig, aber ölfrei. Das Gummizeugs im Deckel entstand wohl durch Oxidation und die Mischungen von verschiedenen Kühlmitteln.
Kühlmittel am Dodge ablassen ist interessant. Vorne links über dem Stossdämpferrahmen ist ein Drehknopf über einen winzigen Nippel. Drehknopf 180° im Gegenuhrzeigersinn und das Kühlmittel rinnt in einem feinen Strahl raus. Gemäss Handbuch sind da 13.5L im System. Bei der auslaufenden Wassermenge kann man lange warten.

Also habe ich den dicken Schlauch vorne rechts an der unteren Kühlerecke abgehängt. Von dem Wasserschwall - und ein patschnasses Mädel, welches ja grad drunter war weil ich sonst gar nicht an die Leitungsbride rankommen konnte - gibts keine Fotos. War nicht eben gäbig zums Handy hervorholen.

Soweit so gut. Ich habe 9.5L destilliertes Wasser und Frostschutzmittel reingebracht; der Rest muss nach der ersten Fahrt reingekippt werden. Der Süffel kommt auch so auf Temperatur (und nicht darüber hinaus) und hört sich normal an. Dann kann ich mich um anderes kümmern, wie z.B. einen Zylinderdichtigkeitstest, die Renovation der Trommelbremsen, neuer Zündverteiler, oder der Ersatz der Getriebeölwanne.

Es leckt und rostet und wird ersetzt.
Ich will mir kein neues Truck kaufen müssen. Der Süffel müsste mindestens noch 60t km halten - bis 300'000.