Sunday, November 27, 2016

Nach zweieinhalb Jahren...


30'000 km hab ich früher in einem Jahr runtergespült.

Sunday, October 23, 2016

Kompressionstest

Der alte Brummbär schwächelt langsam im Herz. Wiederholte Fehlermeldungen und arges Ruckeln beim Fahren, wenns nur leicht bergauf geht oder schneller als 100 km/h - das stimmte einfach nicht mehr.
Donnerstagnachmittag nahm ich frei mit dem Plan, die leckende Getriebölwanne zu wechseln. Der Brüetsch war wieder erwarten auch im Haus, deshalb konnten wir uns zu Zweit um den Dodge kümmern.
Die gelieferte Ölwanne stelle sich als unpassend heraus, aber als Glück im Unglück durften wir auch feststellen, dass die alte Wanne gar nicht durchgerostet war, sondern bloss die Schrauben nicht richtig angezogen.
Ersetzen werde ich die Wanne trotzdem, aber das hat Zeit.


Dafür gabs eine viel ärgerliche Neuigkeit.
Wir schraubten alle acht Zündkerzen raus und sahen, dass er zu mager und zu heiss läuft, und eine Kerze ist kaputt. Also neue besorgen - halb so schlimm.

Es folgte jedoch einen Kompressionstest - und die Bilder sprechen für sich.


Zylinder 1, 140 PSI. Perfekt.

Zylinder 8, 70 PSI. Gar nicht gut.

Alle Kompressionswerte

Die linke Zylinderkopfbank ist perfekt zwäg - durchgehend 140 PSI bei 5 Umdrehungen. Rechts sieht es genau anders aus. Die Werte sollten sich eigentlich nicht um mehr als 40 PSI unterscheiden; einen Unterschied von 50% ist ganz schlimm. Mit dem Öltest (zwei Teelöffel Öl in den Zylinder leeren, wieder die Kompression testen; wenn sich der Wert verbessert liegt der Fehler an einem defekten Kolbenring) war auch klar, dass Zylinder 8 zusätzlich zur defekten Kopfdichtung der rechten Bank auch einen kaputten Kolbendichtring hat.

Ich werde neue Kerzen besorgen, und wir testen mal die Vakuumleitungen, aber ich bin noch nicht sicher, ob es sich lohnt, da noch gross was zu machen. Ich will das Auto nicht hergeben; er hat die perfekte Länge und Höhe zum parkieren, die perfekte Motorisierung und einen lauten aber gutmütigen Charakter. Und er war bisher sehr unterhaltsfreundlich; so vieles an ihm lässt sich in der eigenen Werkstatt machen. Aber mit 240'000 km ist er wirklich nicht mehr der jüngste, und wenn der Motor nun schwächelt muss ich mir überlegen, ob ich ihn nicht ersetze. Ich habe ein einziges Auto, und der muss mich durch viel Schnee und schlechtes Wetter bringen. Wenns Sommer wäre hätte ich die Musse, dran zu arbeiten, aber ich hatte schon zweimal Schnee bei mir, und Unsicherheit, ob ein Fahrzeug das tut was es soll - das Gefühl hasse ich.

Saturday, October 15, 2016

Alles nass




Mein alter Brummbär macht mir dieses Jahr ziemlich viel Bauchweh. Im Frühjahr der grosse Service übers Lenkgetriebe und die -geometrie. Vor kurzem die geplatzte Getriebeölleitung. Prompt nachher die Tatsache, dass die Bremsen durch waren, und die Dichtung der Getriebölwanne hielt auch nicht. Nun zudem immer wieder den Fehlercode P0308 - Fehlzündungen in Zylinder 8.
Letzte Woche hatte ihn ein Kollege ausgeliehen um Transporte zu machen. Er nahm ihn mal in Augenschein und fragte sich (er fährt ebenfalls Dodge), ob mit dem Motor eigentlich alles in Ordnung sei. Kopfdichtung, Wasserpumpe, Steuerkette... Alles Sachen, die er auch schon hatte ersetzen müssen und eventuell beim Süffel fällig sind.
Er kontrollierte auch den Kühler und fand den Deckel komplett verschlammt und voll mit braunem Gummi. Zuerst dachte er es sei Öl-/Wassergemisch und meinte, der Süffel hätte einen kompletten Motorschaden. Zum Glück ist das nicht der Fall. Heute hab ich soviel Kühlmittel rausgelassen wie ich konnte, und es war zwar rostig, aber ölfrei. Das Gummizeugs im Deckel entstand wohl durch Oxidation und die Mischungen von verschiedenen Kühlmitteln.
Kühlmittel am Dodge ablassen ist interessant. Vorne links über dem Stossdämpferrahmen ist ein Drehknopf über einen winzigen Nippel. Drehknopf 180° im Gegenuhrzeigersinn und das Kühlmittel rinnt in einem feinen Strahl raus. Gemäss Handbuch sind da 13.5L im System. Bei der auslaufenden Wassermenge kann man lange warten.

Also habe ich den dicken Schlauch vorne rechts an der unteren Kühlerecke abgehängt. Von dem Wasserschwall - und ein patschnasses Mädel, welches ja grad drunter war weil ich sonst gar nicht an die Leitungsbride rankommen konnte - gibts keine Fotos. War nicht eben gäbig zums Handy hervorholen.

Soweit so gut. Ich habe 9.5L destilliertes Wasser und Frostschutzmittel reingebracht; der Rest muss nach der ersten Fahrt reingekippt werden. Der Süffel kommt auch so auf Temperatur (und nicht darüber hinaus) und hört sich normal an. Dann kann ich mich um anderes kümmern, wie z.B. einen Zylinderdichtigkeitstest, die Renovation der Trommelbremsen, neuer Zündverteiler, oder der Ersatz der Getriebeölwanne.

Es leckt und rostet und wird ersetzt.
Ich will mir kein neues Truck kaufen müssen. Der Süffel müsste mindestens noch 60t km halten - bis 300'000.


Thursday, September 29, 2016

Wieder unter Strom


Die alte Batterie vom Süffel hat mindestens sieben Jahre unter härtesten Konditionen immer zuverlässig Saft geliefert. Irgendwann war jedoch fertig - und wenn, dann plötzlich und richtig.


Der neue Saftspender, eine 95A-Varta, wurde gestern Abend eingebaut. Dabei durfte ich feststellen, dass die alte Batterie von Derendinger kam und ebenfalls eine 95A-Box war. Leider konnte ich aber nicht herausfinden, wie alt die alte Batterie war.
Die neue passte perfekt in den vorgegebenen Plastikrahmen. Die Seitenschrauben waren extrem verrostet, aber ich schaffte es, sie heraus zu drehen ohne dass das Gewinde kaputtging.



Es werde Licht! Und anspringen tut er auch. Grossartig. Jetzt kann ich mich um anderes kümmern.
Frisst er Öl? Verliert er trotz Service Getriebeflüssigkeit? Die Trommelbremsen müssen unbedingt neu gebaut werden... Ja, die Arbeit geht nicht aus an dem alten Brummler. Laufen tut er aber wieder - schon mal genug, dass ich für den Winter vorbereitet bin.

Sunday, September 25, 2016

Klarsicht

Wir haben die 30'000 km zwar noch nicht ganz voll, aber am Freitag brachte ich den Kürbis trotzdem in Service. Es war gerade gäbig, und ich wollte den K&N Luftfilter und den Rizoma-Bremsflüssigkeitsbehälter, schon lange besorgt, verbaut sehen. Ausserdem wars ein Jahr seit dem letzten Service und die KTM erinnerte mich bei jedem Start daran.

Wunderschön, so saubere Bremsflüssigkeit. Das alte Zeug war ziemlich bräunlich.
Mein Ersatztöff, um wieder in die Bude zu fahren, war eine Suzuki GSX-S1000F. Der Motor ist ganz okay. Mit einem anderen Auspuff wäre der Ton ganz passabel. Das Getriebe braucht beim Schalten prompt und viel Gas. Kurven fährt sie absolut linientreu und überraschend leichtfüssig, dafür, dass sie sich dermassen schwer anfühlt beim fahren. Aber das Aussehen... Sorry, Suzuki, das tut den Augen einfach weh. Da sind viel zu viele Grossrollergene da reingeraten.



Das Mäusekino ist 100% digital, extrem informativ aber die Infos muss man wissen wo suchen. Alle lästern über die Tipplastigkeit beim KTM-Instrument, aber ich ziehe jederzeit das textlastige Menu diesem Digi-Ratatouille vor. Ich gab die Suzuki gern wieder her.

Schon recht, wenn man nach zwei Jahren immer noch das Gefühl hat, man hat das beste gekauft was der Markt auf dem Segment zu bietet hat.

Saturday, September 24, 2016

Schwarze Scheiben



Das letzte Mal, dass der Süffel neue Bremsen bekam, war glaub ich vor drei Jahren. Nur vorne. Drei Jahre sind vielleicht 25'000 km... Und dabei hatte der alte Brummler noch verzogene Lenkgeometrie und so. Dementsprechend sahen die Scheiben und vor allem die Beläge aus.
Vorne links war der rechte Belag bis aufs Metall abgenutzt. Ganz übel

Die neuen Scheiben und Keramikbeläge kommen von BrakeMotive über ein E-Bay-Verkäufer. $97 dollar für das Set (und ca. nochmals so viel für den Versand und Importtaxen, aber das ist ja nachwie vor billig. Die schwerste Arbeit war das Runterfeilen von den Kanten an den beiden Führungssimsen (oder wie sie heissen), dor wo die Bremsbelagnasen anstehen. Die Simsen, vor allem die oberen, hatten tiefe Furchen drin, welche die Beläge festgehalten hätten.
Das Schwarz auf der Bremsfläche lässt sich recht locker mit WD-40 oder Bremsreiniger verschmieren. Wenn ich die Scheiben richtig einfahre sollte es sauber wegkommen. Das war zumindest die Behauptung des Herstellers. Ich bin gespannt wie lange diese Scheiben halten.



Die hinteren Trommelbremsen sind allerdings auch fällig. Für diese muss ich Material besorgen - neue Trommeln, neue Federn und Splinte, natürlich neue "Schuhe" (Beläge) und die Zylinder ersetzen wir auch gleich. Der Brüetsch hat zum Glück schon mal Trommelbremsen neu gebaut. Ich freue mich darauf, ein neues (oder besser, ganz altes) System kennenzulernen.

Sunday, September 18, 2016

Zehn Volt

Eigentlich wollte ich heute morgen mit dem Brummbär zu den Eltern fahren, dort die vorderen Bremsen wechseln und die hinteren anschauen damit ich weiss was ich bestellen muss, wenn die Räder schon weg sind die Winterfelgen montieren, die neuste Fehlermeldung auswerten, und schauen ob er wirklich soviel Öl frisst. (Nach der letzten Fahrt musste ich 1.5L nachfüllen.)
Das passierte alles nicht weil der alte Trotzkof nicht starten wollte. Mehr als ein schnelles "klackklackklack" war nicht aus ihm rauszuholen. Der Voltmeter zeigte um die 10V an.
Na gut. Die Batterie ist mindestens 8-jährig, steht teilweise monatelang ohne Schwebeladung, musste bei -20° und 35° starten...
Ladegerät angehängt, Bremsen halt holen gegangen (die kann man ja mal trotzdem montieren) und nach der Rückkehr schauen obs jetzt geht.
11.2V und "schwache Batterie" zeigte der Lasttest an. Starten wollte er nach wie vor nicht.
Neue Batterie, neuer Startermotor, und hoffentlich bleibt's dabei. Der Kerl hat mich dieses Jahr genug gekostet.