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Saturday, August 22, 2015

Doof

Freitagabend, später Feierabend gemacht, ne grosszügige Runde gefahren, und ungefähr bei Sonnenuntergang in der Talgarage eingetroffen. Bis zum letzten Moment überlegte ich mir, ob ich das Suzukeli gleich aufladen soll, um Samstagmorgen früh nach Beggingen zu fahren, oder ob ich zuerst Ritzel, Kette und Kettenrad wechsle.
Ich war in Schrauberlaune und entschied mich für letzteres.
Das Kettenrad kam recht gut ab; ich war besorgt, dass die Schrauben festgehockt sein könnten. Aber sie sind sogar wiederverwendbar.
Oben neu, unten alt.
Beim Festmachen vom neuen Kettenrad ruschte ich ab und schlitzte mir den Daumen auf. Von da an gings schief.
Den Sicherungsring vom Ritzel konnte ich beim besten Willen nicht weit genug spreizen, um es zu entfernen.
Die Halteschraube der vorderen Bremsbeläge habe ich letztes Mal viel zu satt angezogen; jetzt lässt sich der Inbuskopf nicht mal mehr mit einem Torx greifen.
Die alte Kette liess sich wunderbar entfernen, immerhin. Aber ich Hornochse hatte die neue montiert und geschlossen bevor ich merkte, dass sie zu lang ist - drei Glieder zu lang, um genau zu sein.
Neue Kette immer vor der Montage mit dem alten vergleichen.
Ziemlich verärgert über mich selber schmiss ich die Sache hin. Samstag war crossen eh ausgefallen - der Daumen war so tief offen dass es erst nach 24 Stunden Druckverband aufhörte zu bluten, und ich kein Lenker richtig greifen konnte ohne die Wunde wieder aufzureissen. Bumpkin hat ja eine leichte Kupplung und bei Bedarf ein lockeres Gemüt; ich konnte immer kurze Strecken fahren.
Samstagnachmittag verbrachte ich also wieder in der Garage, mein Blödsinn vom Vorabend beheben, zumindest teilweise. Die Sinterbeläge bleiben vorerst drin, aber mit einem neuen Kettenschloss
Beide Kettenschlösser mit kaputten Rollen.
hat der Knochenbrecher wieder anständig Antrieb, und ich kann auf die Piste, sobald es das Wetter und der Daumen zulässt. Und nächstes Mal denke ich dran, die Kettenlänge vorher zu kontrollieren, und nicht jede Schraube wie'n Elefant anziehen. Gopferdeckel.

Tuesday, August 18, 2015

Warnblinker weg

All das
muss man bei der Bämwäh demontieren um nur das

zu demontieren.
Der Warnblinkerschalter ist hin; funktionierte nur noch sporadisch. Ein neuer würde 73.- kosten, nicht alle Welt, aber es kommt auch ohne durch die MFK, drum hab ichs ersatzlos gestrichen. Wieder 100 Gramm gespart.

Thursday, July 30, 2015

In neuem Kleid

Ich nahm mir letzte Woche einen Arbeitstag frei, um es in die BMW zu investieren. Ich wollte sie spätestens am Wochenende fertig und fahrbar haben.
Der Brüetsch tauchte um die Mittagszeit auf, um die Elektrik zu machen, und es ging alles recht gut voran. Die alten Nadelrollenlager in der Schwingenaufhängung mussten mit Fäustel und Meissel grob rausgeschlagen werden - was will man sonst machen, ohne hydraulische Presse. Beim einten Heizgriff rissen die feinen Kabeln. Zum Glück hatte der Nachbar einen Lötkolben, und der Brüetsch wusste damit umzugehen. Aber ehrlich - wer führt so Zeug fix durch einen Lenker, vor allem bei einem Enduro? Sollte nicht alles möglichst einfach unterwegs mit wenig Werkzeug reparierbar sein? Die F650GS ist schon eine einfach gestrickte Maschine, aber gewisse Merkmale lassen ein ob die praktische Veranlagung der bayrischen Ingenieure zweifeln.
Nach etwa 12 Stunden Arbeit hatten wir jedoch alles gemacht was gemacht werden konnte, ohne das Hinterrad einzubauen, denn die neue Bremsscheibe war noch nicht eingetroffen.
Es war einiges an Teile übrig geblieben, und die erledigten Arbeiten liessen sich sehen.
Neuer Lenker. Funktionierende Warnblinkanlage. 7 kg leichter dank ausgebautem ABS. Eine Schwinge, die wieder schwingen konnte. Vorderteil neu lackiert, schwarz matt, nicht professionell oder überall gleichmässig, aber annehmbar. 2.3L teilsynthetisches 10W-40, welches schön brav im Motor blieb. Kühlmittel - zwar keine 1.3L; es passte vorerst nicht soviel rein. Aber immerhin 1L. Ein ausgestecktes ABS-Warnlicht, also kein störendes rotes Leuchten mehr im Mäusekino.
Nun war es an der Zeit, den neuen Motor zu testen. Angeblich hatte er nur 9000 km drauf. Der Starter, sämtliche Leitungen, Zündkerzen und Elektrik war vom alten Mocken, was konnte da schon schief gehen...
Tja, ich weiss bis jetzt nicht was das Problem war, aber der Mocken wollte nicht starten. Ein späterer Test ergab, dass die Kerzen nicht funkten; am Benzin lags also nicht... Ziemlich enttäuschender Schluss für einen so guten Tag.
Am nächsten Abend, Freitag, war ich wieder in der Garage, und montierte die neue Bremsscheibe. Installation des Rades, alleine, war ziemlich anstrengend, aber ich schaffte es und die BMW konnte von der Decke abgehängt werden. Die Batterie war wieder geladen, also steckte ich die Zündkerzen wieder ein und drehte den Schlüssel. Alles leuchtete brav. Den Starter gedrückt, ohne grosse Hoffnung... Und plötzlich brubbelte der Einzylinder laut los, als ob er nie was anderes gemacht hätte.
Ein bisschen Öl auf dem Krümmer fing an zu rauchen, aber es gab kein Lecken, kein schmörzeln, kein Funken, kein Ticken oder Klacken oder sonstige üble Zeichen von Unstimmigkeiten. Ich freute mich wie ein kleines Kind.
Am Sonntag kam der Brüetsch ein letztes Mal vorbei, um die Elektronik zu kontrollieren und mir beim Einfüllen der Bremsflüssigkeit zu helfen. Das ging locker, und wir machten noch eine 40-Kilometer-Proberunde, ich mit der BMW, er mit der KTM. (Er war ziemlich genervt, dass der Street-Modus keine Wheelies zulässt.)
Die BMW schnurrte wie eine Katze; der neue Motor flutscht wie Butter. Drei kleine Sachen mussten noch gemacht werden: Den Schalthebel nach unten, die Bedienelemente nach oben (wieso, BMW, sind die fix mit Spiegel und Kupplungshebel verbunden?! Sowas von blöd!) und den Tacho zum laufen bringen.
Die ersten zwei Problemchen waren schnell behoben. Der dritte dann auch, einfach einen Tag später.
BMW, Genies die sie ja sind, speist den Tacho über den hinteren ABS-Sensor. Gut, also ABS-Ring und Sensor wieder einbauen.
Dann mussten, gemäss Anleitungen im Internet, zwei Kabelpaare im ABS-Stecker miteinander verbunden werden, da das ABS-Modul ja ausgebaut ist. (Bin ich froh, mussten wir das unnutze Ding nicht wieder reintun. Wäre nicht zu aufwändig gewesen, aber das ganze Gewicht doch noch rumschleppen, einfach weil die Geschwindigkeitsangaben via ABS-Block weitergegeben werden... Nö.)
In den Anleitungen im Internet hiess es, Braun-Weiss zu Gelb und und Schwarz-Weiss zu Braun. Der Brüetsch, gelernter Stromer, schnaufte verächtlich und meinte, das könne nicht stimmen, Braun ist ja Masse. Und er überbrückte es genau anders, Braun-Weiss zu Braun und Schwarz-Weiss zu Gelb. Und sieh an, er hatte recht. (Die im Internet erhältlichen Elektroschemen übrigens auch.) Der Tacho zeigt wieder an.
Zwei Monate Bauzeit, und das Ding lauft wie neu. Sieht auch fast so aus. Fast, halt abgesehen von den rauhen Stellen im Lack. Ich habe 300 km mit ihr gemacht, bei Hitze, Regen, Autobahn und Bergstrassen. Am Montag ist der richtige Härtetest - ca. 1000 km in zwei Tagen bei über 30°C. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass ich und der Brüetsch sauber gearbeitet haben und sie das meistern wird.
Endresultat
Das Projekt hat mir sehr viel gelehrt. Und wenn BMW meint, sie könnten ihre Mopeds so lästig kompliziert machen, dass man ohne Händlerstatus nicht dran rumwerkeln kann, so haben sie sich gewaltig geirrt. Das Wissen macht mir fast soviel Spass wie die Tatsache, dass diese Renovation Materialkosten von nur 1198.- hatte, im Gegensatz zur einer offiziellen Mechofferte von 1600.- (auch nur Material, ohne Arbeit). Und bei dem Preis wäre es nur darum gegangen, die Maschine durch die MFK zu schummeln. Der alte leckende Motor wäre drin geblieben, Kühlmittel wäre nicht gewechselt, die Schwinge wäre immer noch verhockt... Dafür hätten sie die Kette und Ritzel ersetzt, obwohl die nicht durch sind, und das ABS erneuert, wobei wer weiss ob das Steuergerät überhaupt noch funktioniert, nach mindestens fünf Jahren Auszeit.
Besser gemacht wie der Mech, jawohl. Da darf man stolz sein.




Saturday, July 4, 2015

Magerkur

Letzte Woche nahm ich die BMW so weit auseinander wie ich alleine konnte. Um die Schwinge und die Motorhalterung zu lösen musste ich jedoch auf Hilfe vom Brüetsch warten. Das $100-BMW-Werkzeug hat sich bezahlt gemacht; die Vierzackeneinsätze im Rahmen liessen sich problemlos rausdrehen. Im Gegensatz zur Schwingenhalterung, die sich erst mit der Fäustel rausschlagen liess. Ich werde die alten, verhockten Buchsen ersetzen müssen. Als ob die Gummikuh noch mehr Federwirkung bräuchte...
Das ganze ABS, eh seit Jahren defekt, haben wir rausgenommen und damit gut fünf Kilo gespart. Da die F650GS sowohl mit als auch ohne ABS in der Schweiz immatrikuliert wurde können wir uns das unnütze System schenken.
Der neuen Motor haben wir dann untersucht, nachdem die BMW soweit auseinander war. Sie sah schon recht mager aus - nur Rahmen, Tank, Kabelbaum, und vorderes Fahrwerk.
Der neue Motor macht grosso modo einen guten Eindruck. Bei der Ölleitung hatte es einen grösseren Ölverlust gehabt, aber die Kupferringe wurden wohl wiederverwendet und waren darum undicht. Die Einlässe sind etwas schwarz; was das bedeutet wissen wir erst wenn wir den Mocken in Betrieb nehmen. Die Dichtungen sehen gut aus; die Zündkerzen weisen auf eine saubere Verbrennung hin; die Schraubenköpfe sind nicht verwürgt; die Gänge schalten geschmeidig. Ich bin also zuversichtlich.
Das Moped wurde an den Zurren etwas herunter gelassen. Ich finds toll, wenn man das Zeug von der Decke hängen kann, anstatt es auf einem Bock oder Platform zu stellen. Kippgefahr ist gebannt, und man hat untenrum viel mehr Platz zum arbeiten. Der Mocken wurde vom Brüetsch reingehievt (wieder was, das ich unmöglich so machen könnte), und mittels Brecheisen mussten wir es dann zentrieren, da es zuerst mal schief im Rahmen hockte und am einten Schraubenpunkt anstand. Aber sie haben extra Toleranzen reinkalkuliert; besser so als wenn man mit dem Motor ewigs millimeterln muss bis man die erste Schraube einsetzen kann um es zu fixieren. Ist bisher etwa das einzig praktische, was wir von den Ingenieuren gefunden habe. An dem Moped gibts soviel unnötig kompliziertes und überflüssiges; habe schon den Eindruck, dass alles was nicht BMW-Mech ist von tiefergehenden Arbeiten abgeschreckt werden sollte.
Fest reingemacht ist es noch nicht; ich muss zuerst die neuen Buchsen für die Achsaufhängung besorgen.
Heute gehts weiter mit Elektroarbeit (Fachgebiet Brüetsch), evtl. Demontage vom Lenker, da dieser verbogen ist und ich glaube nicht dass es wieder zurechtgezogen werden kann, und am Schluss habe ich hoffentlich eine abschliessende Liste von allen Teilen, die ich noch brauche. Ziel wäre, das Bike bis Ende Monat fahrbar zu haben.
Dann gibts noch Kleinarbeiten an den Cross-Töffen zu erledigen, und so wird ein richtig gemütlicher Schraubertag draus. Ich könnte eh nicht auf die Piste oder fahren gehen, weil ich wieder mal nen vierbeinigen Gast habe, und darum passts.

Saturday, June 6, 2015

Eine Variante, sich Sonnenbrand zu holen

Heute war ein richtig schöner Sommertag, einen, den man als eingefleischter Töfffahrer eigentlich beim Kurvenwetzen oder Dreck schleudern verbringt. Würde man meinen.
Stattdessen reiste ich am Morgen in meine Talgarage, stellte 2/3 deren momentanen Inhaltes auf den Vorplatz, und fing an, Sachen abzuschrauben.
Der Knochbrecher brauchte einen Ölwechsel, ebenso die Husky vom Brüetsch; der KTM musste die Kette geputzt und gefettet werden; Ölstandskontrolle bei der Buell...
Zudem bekam ich am Donnerstag die Dakar vom Besitzer zurück. Die soll in September durch die MFK, sifft Öl aus alles möglichen Ritzen und ist allgemein schlecht zwäg.
Ich freute mich auf den Schraubertag im Freien. Es waren so viele Leute auf der Strasse - Dosen, Drahtesel, begabte und weniger begabte Motorrädler - dass es mich irgendwie gar nicht reizte, eine Tour zu unternehmen. Lieber die Hände dreckig machen, Ölflecken verteilen und mir einen feuerroten Sonnenbrand holen.
Der Brüetsch tauchte anfangs Nachmittag auf, gerade rechtzeitig, denn bei der Bämwäh war ich an verrostete Schrauben gelangt die ich nicht rausdrehen konnt. (Manchmal fehlts einfach in den Oberärmen.) Ich hatte schon vieles demontiert und das Öl abgelassen. Dabei kam ein Igel zum Vorschein, was nicht weiter verwunderlich war.
Mein Ziel war eigentlich, den Motor bis am Abend ausgebaut zu haben, aber wir mussten einsehen dass die bayrische Ingenieure auf ganz gescheit gemacht hatten und die Motorhalterung nur mit einem speziellen Vierzackenrohr zu lösen ist. Mit den gängigen Werkzeugen ist da nix zu machen.
Trotzdem, wir konnten feststellen, was ich vermutet hatte - es lohnt sich kaum, den jetzigen Motor, über 50t km alt, zu flicken. Lieber grad ein Ersatzmocken reinbauen.
Etwa 0.5L Kühlflüssigkeit war im System; es sollten 1.3L sein. Und ich hatte am Dienstag noch aufgefüllt. Öl leckt von der Getriebewelle, sämtlichen Leitungsanschlüsse und dem Zylinderkopf. Und eben, die Späne im Öl... Ein neuer Motor macht viel weniger Stress als die ganzen Defekte dieses Motors zu beheben.
Jetzt heissts gross Geld ausgeben: Ersatzmotor, Kettensatz, neuer Lenker, ABS Sensor (weil MFK, nicht weil sinnvoll; ging bisher ganz gut ohne), evtl. einige Elektrokleinteile.
Der Mech hatte 1600.- offeriert. Ich will das Ding für etwa einen Tausender durch die MFK bringen. Und nacher gehört sie mir, weshalb die ganze Geschichte in meinem Interesse ist. Nun mal schauen, ob ich den Ersatzmotor, den ich im Auge habe, zum gebotenen Preis bekomme. Das BMW-Werkzeug ist bereits bestellt.

Thursday, April 30, 2015

Das war's mit den Standardfarben

Die KTM ist auseinander. War gar nicht schwierig - sämtliche Verschalungsschrauben sind T30; der Tank wird mit zwei Inbus 6er festgehalten; man muss die Tankdeckelblende abnehmen damit der Tank über die vordere Halterung gezogen werden kann. Mit Seitenbeisser und Spitzzange die Klemme der Benzinleitung bearbeiten bis sie auseinanderfällt, und das wars.
Gestrippter Mattighofer
Donnerstag nächste Woche geht sie zum Lackierer. Um diese Zeit im Mai wird endlich eine der vielen 1290er, die ich jede Woche sehe, unverkennbar sein. Hui, ich freue mich.

Saturday, April 18, 2015

Die Rache der Buell

Das Beast hasst Nässe. Dies wurde mir schon bald nach dem Kauf klar, und ich hab' mich recht darüber gewundert, denn ihre drei Vorgänger, alle CityX 9er, waren dem Wetter gegenüber sehr gleichgültig. Dass dann eine Uly, die auf Touren und deren allfällig ungünstige Konditionen ausgelegt sein sollte, bei Regen so ein Aufstand macht ist etwas verkehrt.
Aber, is' nu mal so. Es reicht manchmal schon wenn das Wasser von unten kommt, Restnässe von Wolken die schon weitergezogen sind. Sie hustet mal, nur um zu zeigen, dass sie mit dem Strassenustand nicht zufrieden ist. Wenns nieselt fängt sie an zu spucken und es gibt unter Last kurze Aussetzer. Und wenns in Strömen runterkommt, wie gestern, dann bockt sie und tobt unmissverständlich.
Ist klar, dass sie trotzdem brav weiterrollt. Die 102'000 km wurden nicht alle bei Sonnenschein eingesammelt.
Also, gestern in kaltem Nass 70 km heimgefahren, unterm Dach abgestellt und gute Nacht gewünscht. Heute Mittag  bei frischen 3 Grad und trockener, wenn auch verhangener Himmel, wollte ich nun wieder abfahren. Da hat das Viecheli auf störrisch geschalten.
Der Startermotor drehte; ab und zu gabs im Zylinder eine Explosion, die Batterie machte bei längeren Orgelkonzerte bereitwillig mit... Aber ein anhaltendes Grollen war aus dem V2 nicht rauszukriegen.
Ich fragte mich eine halbe Sekunde lang, ob das mit der gestrigen Regenfahrt zu tun haben könnte, tippte aber ziemlich schnell auf Zündkerzenproblem, und behielt auch recht dabei.
Die Buell fährt nun zwei neue Kerzen spazieren. Ich bin nicht sicher, wie lange die verrussten drin waren. Wenn sie vom Lucky bei der Revision eingesetz wurden haben sie erst etwa 10t km hinter sich. Für mich heisst das dann evtl., zum EU-Mapping zurückkehren. Denn seit dem Aufspielen des US Maps läuft die Buell fetter und hat mehr Mühe beim Starten. Dafür läuft sie, wenn sie mal warm ist, schöner - doch obs das wert ist, muss ich noch überlegen.

Sunday, January 11, 2015

Fehlercode P0138

Vor gut einem Monat leuchtete plötzlich das gelbe "Check Engine" Lämpchen im Dodge und liess sich nicht mehr wegmachen. Beim Auslesen bekam ich zwar Details...
Auch bei 20-jährigen Göppel gehts nicht ganz ohne Computer.
...aber schlau wurde ich erst dank Google. Und zwar kann der Fehlercode P0138 diverse Ursachen haben aber üblicherweise heissts einfach, dass der zweite CO2-Sensor, also derjenige, der ausgangs Kat steckt, kaputt ist.
Der Brüetsch - toller Kerl, der Brüetsch - besorgte mir noch am letzten Tag seines USA-Aufenthalts einen Ersatzsensor. Dann blieb die Sache eine Weile liegen, weil ich eh mit einem anderen Fahrzeug unterwegs war.
Ich kümmerte mich dann am Donnerstag drum. Im Youtube ein paar Videos angeschaut, nur um sicherzugehen, dass der Ersatz wirklich so einfach ist wie's aussieht - und tatsächlich, die Videos waren ermunternd. "Ausstecken," hiess es. "Sorgfältig rausdrehen," hiess es. "Neuer Sensor reindrehen, Stecker einstecken, Probefahrt und OBD-Reset machen," hiess es. Puh, peanuts - das werd ich ja wohl schaffen.
Also lag ich am Donnerstag mal unter dem Süffel. Der Sondenaufsatz, der mir den Brüetsch mitgegeben hatte, taugte schon mal nix, weil oben zu lang um Zwischenstücke oder Adapter einzustecken, und die einzige 3/8"-Rätsche die ich habe ist mein Drehmomentschlüssel. Aber macht nix - der Sechskant an der Sonde ist ein 22er; da hab ich ja diverses.
Nur, ein 22er Ringschlüssel passte nicht über den Steckerende. Mein 22er Zündkerzenaufsatz war genau zu kurz. Die 22er Gabelschlüssel ruschte ab. Trotz tagelang einwirkender WD-40 war das Ding so festgerostet wie... na ja, wie alles andere am Unterbauch des Süffels.
Der Brüetsch musste mich wieder mal aus der Patsche helfen, und ich darf mir eine Liste schreiben mit Werkzeugen, welche mir noch in der Garage fehlen:
  • Bunsenbrenner
  • Grosser, also richtig grosser, Hammer
  • 3/8" Rätsche
  • Grosse Wasserpumpenzange
Zwei andere Werkzeuge haben wir grad vor Ort gefertigt, nämlich einen kleinen und einem grossen Verlängerungsrohr, als Hebel. Denn - wen wundert's - die Lösung war wie beim Erneuern der Stossdämpfer das Archimedes-Prinzip. Mit einem genug langen Hebel kann man jedes Gewicht stemmen.


Ich habe leider keine Fotos von der Arbeit unter dem Dodge. Das iPhone taugt als Kamera wenig und im Dunkeln gar nichts. Aber vom Resultat gibt's Schnappschüsse.
Links ist der alte Sensor, mitsamt verkafletem Sechskant. Der Brüetsch meinte, der Ami-Sensor sei ins europäische Gewinde vom Kat hereingezwängt worden - das würde erklären, weshalb das Herausdrehen so schwer ging, auch nachdem der Rost gebrochen war. Wir haben den neuen Sensor gut mit Kupferpaste eingeschmiert und reingedreht - wird ja wohl nicht so bald ersetzt werden müssen.


Der alte Sensor landete im Müll. Beim Versuch mit dem Ringschlüssel war der Stecker weggeschnitten worden. Beim Versuch mit einem längeren Zündkerzenaufsatz vom Brüetsch war die Kabelhalterung abgebrochen. Mit dem ist nix mehr zu wollen.
Der Reset funktionierte einwandfrei, und das gelbe Leuchten ist weg. Ziemliches Erfolgserlebnis, sowas. Bei der nächsten Flickete mit Rostbefall weiss ich von Anfang an - zuerst mal mit einem ganz langen Hebel dahinter. Spart viel Zeit und Gefluche.
P.S. BMW-Eintrag verschiebt sich ein wenig.

Tuesday, October 28, 2014

Kundenbindung

Ich will die originalen Spiegel vom Kürbis loswerden. Sie sind zu gross, falsch platziert (meines Erachtens sollte nichts höher sein als der DOT-Behälter) und überhaupt aus Kunststoff, was gar nicht geht. Ich wollte mal den Rizoma Reverso Spiegel vom Beast montieren, so als Test. Die Innereien des Kürbislenker sehen folgendermassen aus:
Hübsch, aber dem Customizing nicht förderlich.
Hübsch, der schräge Schnitt. Aber weg damit, weil auf den leicht abgerundeten Origina-Lenkerenden der KTM lässt sich der Rizoma Spiegel nicht montieren.
Ich merke, es gibt überhaupt wenige Custom-Teile zum 1290er. Etwas weniges und wahnsinnig überteuertes von KTM selber, und ein paar Slip-On-Auspüffe die der Leistungsentfaltung wohl abträglich sind. Ich hatte gehofft dass es jetzt, ein Jahr nach Vorstellung des Mopeds, mehr auf dem Teile-Markt gäbe für den Super Duke R. Aber so wie's aussieht muss ich mich mit einem geilen Lackkleid und etwas orange eloxiertem KTM-Schnickschnack zufrieden geben.
Egal. Kommt schon gut - und einzigartig wirds garantiert.

Thursday, August 28, 2014

Schraube locker

Erste Alpengrollentour, Passo di Foppa. Ich war ganz hinten, nachdem ich Heiko seine bockige, unter 2000 Touren nicht zu fahrende STT mit 1430er Motor zurückgegeben habe. (Das Drehmoment von dem Ding ist ja geil, aber das Mapping muss unbedingt geändert werden. Standgas und gezogene Kupplung kennt sie so nicht. Stadtfahren, an der Rotampel stehen und Spitzkehren sind furchtbar.)
Der Foppapass ist wie eine Panzerpiste - da schlägts und rüttelts was es nur mag. Beim Beast rüttelte plötzlich auch etwas, das nicht sollte. Ich habe sofort angehalten, bin rumgelaufen, und habe das Problem entdeckt - siehe Bild.
Ich hatte wieder mal saumässig Glück - dass die Schraube noch dran war, dass das bergauf passierte, dass ich mit anderen unterwegs war, die Werkzeug dabei hatten.
Also Bremssattel gerichtet, Schraube angezogen, hinten auch kontrolliert, und weitergefahren. 450 km weit.
Morgen wird die EBR 1190SX getestet.

Sunday, May 4, 2014

Endspurt

 Mein erster Anblick des Basilisken war der Rahmen um den fertig geschwärzten Motor auf einer Rolle, mit montierter Schwinge, und die fertigen GFK-Teile aufgelegt. (Ich stell jetzt extra kein Foto davon in den Blog.) Es sieht wunderbar aus.
Die Felgen und Fussrasten sind noch beim Pulverer. Einige Kleinteile werden noch fertig lackiert. Die Undertray- und Nummernschildmontage ist festgelegt. Die versteckte Hinterradbremse wurde ausgewählt. Mit Eva hab ich mich für ein Maskendesign entschieden. Das Ziel ist, dass die Maschine am 25. Mai zur Probefahrt bereit ist, und nachdem ich gesehen habe was alles getan wurde seit ich zum letzten Mal in der Hallertau wat, und wie alles für den Zusammenbau bereit liegt, bin ich zuversichtlich, dass das auch klappen wird.
   

Einbaubereite Kleinteile

Man kann sagen, vier Jahre sind eine lange Zeit für einen Umbau. Auch für einen Komplettumbau. Vieles am Basilisk ist ja "nur" überarbeiteter Originalware. Aber genau da drin liegt die Berechtigung. Da wurden nicht einfach Teile aus der Kiste genommen und dran geschraubt, oder halt gereinigt, lackiert und fertig, oder nach erstem Gutdünken verwendet. Nein, jede Verbindung wurde geprüft und meistens eben millimetermässig sauber angepasst. Drei Kabelbäume mussten dranglauben, bis Keppi eine schlichte, saubere Lösung hatte, welche auch gut hinter der Fightermaske passt. Überhaupt wenn ich bedenke, was alles umentschieden wurde, geklärt werden musste, was für sorgfältige Arbeit und detaillierte Verbesserungen drin stecken, dann bereue ich die Wartezeit nicht. Dass dann ein schwerer Unfall und vorübergehend schlechte Arbeitsbedingungen den Umbau auch verzögerten - das kanns geben. Vor vier Jahren sagte ich, Crazy Skull soll sich lieber genug Zeit nehmen und einen sauberen, exklusiven Umbau hinstellen, als dass das Ding schnell fertig ist und dafür nix spezielles wird. Die Forderung wird erfüllt. Und darum sind mir die vier Jahre Bauzeit ganz recht. Kann ich ja sagen, jetzt wo ich die Maschine bald in Empfang nehmen werde...

Monday, February 17, 2014

Ölzeugs

Der Süffel sabbert ein bisschen. Vor zwei Wochen bemerkte ich einen kleinen braunen Fleck auf dem Boden der Talgarage, und nach einer Ladung Bremsreiniger war klar, dass die Ablassschraube leckt. Würde wahrscheinlich reichen, wenn ich einfach die ersetzen würde, aber weil die ganze Ölwanne von Rost zerfressen ist, und Brüderchen eh in den USA weilt und mir sowieso ganz viele Waren für den Knochenbrecher mitbringt, und überhaupt... Na, ich hab' ihn gebeten, mir doch gleich einen neuen Behälter mitzubringen.
Hab nicht realisiert, dass die Wanne so gross ist... Aber macht ja Sinn - wo sollen die fünf Liter 10W-30 sonst hin?

Sunday, February 16, 2014

FullBore Stollen





Neu auf der Dakar. Vorerst nur vorne; der Hinterpneu wird in 1-2 Wochen gewechselt. Auf dem Beast zum gemütlich pendeln hat mir der günstige Ami-Gummi gar nicht übel gefallen. Mal schauen wie's tut auf der BMW.

Thursday, December 12, 2013

Angel Eyes

Blue eyes
Die alten Scheinwerfer waren nicht mehr wasserdicht, also hab ich ein Paar smokey LED Augen aus den USA kommen lassen für meinen guten alten Süffel. Sie sind sogar legal, da er ja Typenschein X hat.
Augenhöhlen
Der Einbau dauerte gut fünf Stunden, bis in die Nacht hinein. Brüetsch und ich mampften unser Abendessen halt so nebenbei.
Znacht und Schrumpfschläuche
Die mitgelieferten 9006-Glühbirnen sind nicht so hell wie die alten 9007er, und ich brauche orange 3157er für die Blinker weil weiss weder klar sichtbar noch legal ist. Ein lastunabhängiger Relais ist bestellt und unterwegs. (Vorher blinkten drei Lämpli pro Blinker, jetzt nur einer.)
Aber das sind kleine Sachen. Sieht auch so richtig scharf aus, der Süffel.
Nettes schwarz

Sunday, December 1, 2013

Voll abgehangen

Vor drei oder vier Wochen hab ich das Beast nach einer ganz normalen, ziemlich kalten und sogar nassen Ausfahrt eingestellt und seit dem nie wieder angelassen. Nun hängen Rahmen und Gabel von der Decke; die Schwinge steht in einer Ecke und der Motor hockt einsam auf dem Arbeitstisch. Innerhalb von vier Stunden wurde aus einer funktionierenden Maschinen ein Trümmerhaufen.

Okay, ganz so schlimm ist es nicht. Zwischen Weihnachten und Neujahr bringe ich den Motor zu Lucky für eine Komplettrevision. Mein Mech machte mir eine Offerte über 7000.- für die Auffrischung, ohne Kurbelwelle. Das kann ich mir nicht leisten, und ich glaube eh, dass die Kurbelwelle auch nicht mehr ganz gesund ist. Ich will, dass der ganze Mocken auseinandergerissen und jedes Teil kontrolliert wird. Netterweise erklärte sich der Brüetsch bereit, mir beim Ausbau des Mockens behilflich zu sein, damit ich's dann dem Lucky bringen kann.



Gestern kam das Beast zuerst mal in die Werkstatt, die dummerweise im UG ist. Zum reinkommen gibt's nur eine Treppe und die Türe befindet sich rechts davon. Mit Hilfe sämtlicher anwesenden männlichen Familienmitglieder (bin immer wieder froh, dass ich keine Schwestern habe) wurde die Buell vorsichtig hinderschi über Bretter runtergerollt, um die Ecke gehievt, und auf den Tisch gebracht. Lift wäre praktischer, aber mit fünf Leute geht's auch. Nachdem sie an ihrem Platz kam haben der Brüetsch und ich die kleinen Arbeiten erledigt: GFK-Teile abmontiert, Fussrasterplatten weg, Hinterachse gelöst, und zum Schluss das Öl abgelassen, damit es über Nacht austropfen konnte. (Wir haben den Motor schliesslich nicht warm laufen lassen, bevor wir die Ölschrauben rausnahmen.)

Nimmt mich Wunder, wann das Getrieböl zum letzten Mal kontrolliert wurde. Für was bringe ich die Karre all' 8000 km in den Service?
Links das Getriebeöl, wie Kotze. Rechts Motorenöl, der ja alle 3000 km neu ist...

Und der Dreck. Mensch. Überall Öl und Ablagerungen und Staub und tote Viecher. Was sich in 91'500 km alles so ansammelt.
Solch schwarze Öl/Dreck-Ablagerungen gibt's vom Zünddeckel bis hinten.

Heute, Sonntag, kam dann der Rest dran. Sämtliche Leitungen abhängen, hinten von einem Dachbalken hochrätschen damit wir die Schwinge abmontieren können, noch mehr Leitungen entdecken zum abkoppeln, laufend Dreck und Öl und Staub abwischen und wegblasen, die wichtigen Bolzen lösen, wieder Leitungen abhängen und dann zum x-ten Mal kontrollien, dass auch alles frei ist... Und gaaaanz vorsichtig den Motor absenken.



Der Brüetsch meinte, es sei wie in alten Zeiten: künstliches Licht, kalte Finger, überall Dreck und 'nen Töff aufm Tisch. Jawohl. Da könnte man glatt sentimental werden








Alles verlief ohne Komplikationen, ohne Schaden, ohne Frust und ganz nach Plan, was ja ziemlich selten vorkommt. Nun, bis im April oder Mai, wann auch immer der Motor fertig ist, bleibt der Rahmen als Deckendeko hängen.

Thursday, June 20, 2013

Sechs Monate kein Service...

...das rächt sich. Das Viecheli geht am nächsten Freitag in den Service, den 72-tausender, aber das war ihr nicht früh genug.





Am Dienstagmorgen riss der Antriebsriemen.



















Am Mittwoch gingen die hinteren Radlager kaputt.










Und heute hab' ich wieder 300 mL Öl nachgeleert. Sie ist wirklich nicht mehr die jüngste. Aber ich darf mich nicht beklagen, denn ich hatte jedes Mal grosses Glück.
Dass sie Öl frisst, das weiss ich. Sie braucht zwei- bis dreihundert Milliliter alle tausend Kilometer - also bei normalem Sommerbetrieb jede Woche.
Als der Belt riss waren wir zuhause. Ich war voller Vorfreude auf leeren Strassen und den wunderschönen Morgen... Nur kam nichts ausser Lärm als ich die Kupplung rausliess, um von meinem Parkplatz wegzufahren. Ich musste nicht mal runterschauen um zu sehen was los war. Beltriss tönt immer gleich.
Erstes Glück: Wir waren zu Hause. Zweites Glück: Mein Nachbar war in seiner Ferienwohnung, und fuhr  mich zu meiner Talgarage, wo der Süffel haust. Bacchus brachte mich zur Arbeit und ich war sogar pünktlich. Und weil ich ihn schon dabei hatte hab' ich ihm gleich bei Auto Bauer neue Sommerpneus bestellt. Wenn die mal montiert sind wird er nicht mehr nach rechts ziehen.

Aber zurück zum Moped. Sie musste natürlich sofort einen neuen Riemen haben. Mein Mech - der beste Mech der Welt, ehrlich - paltet mittlerweile ein Belt an Lager für mich. Der Brüetsch konnte es holen als er eh in der Stadt war, und am gleichen Abend war das Beast wieder fahrtüchtig.

Meinte ich zumindest. Am Mittwochmorgen bin ich gediegen in die Arbeit gefahren und konnte doch noch einen Sommermorgen auf dem Töff geniessen. Über den Mittag bin ich spontan zur Post gefahren um einige Rechnungen zu zahlen, und dabei hörte ich kurz ein Knarzen in der Hinterachse. Das Geräusch wiederholte sich zwar nicht, aber mein Bauchgefühl war ganz schlecht. Am Wochenende gehe ich wieder in den Hallertau; ich wollte nicht liegenbleiben.
Allerdings wäre das gar nicht so weit gekommen. Die Lager kamen schon auf der Autobahn nach Zürich auseinander, und bis wir in der Stadt waren war das Knorzen und Ächzen unüberhörbar.
Harley Davidson Zürich nahm sich trotz Vollauslastung Zeit, um mir kurzfristig am Nachmittag die Lager und Bremsbeläge auszuwechseln, und gleich noch einen Pneu - Michelin Pilot Power 3 - zu montieren. Auch wenn ich in den Wallis ziehen müsste würde ich meine Maschinen zu denen bringen. Ich kenn keinen besseren Service, egal in welchem Bereich.

Das Beast geht plangemäss nächsten Freitag in den Service. Aber die halbe Arbeit hat der Mech schon hinter sich.

Und damit ich mich ja nicht zu sehr entspanne: Heute hat's mich mit dem Dienstwagen geblitzt. Da kostet mich sicher den Preis eines Pneus.

Das ist echt nicht meine Woche.

Monday, May 20, 2013

Zett-Finken

Fällig, das Gummi, ne?
Das Moped gehört einem Kollegen, der mal eben bemerkte, dass der Vorderpneu bei der Rennleitung kaum mehr durchkommen würde. Ausserdem war's in der Nässe nicht mehr angenehm zu fahren.
Ich hatte noch eine Z8 an Lager für die Buell, also bekam seine Zett heute dieselbe. Ein passender Hinterpneu ist bestellt (die Zett braucht eine 190er; ich fahre 180er), aber hinten mag's eh noch ein wenig leiden.
Ich ziehe beim Beast als nächstes einen Satz Conti RoadAttacks auf. Vorne werden wir nächste Woche wechseln müssen, wenn ich aus der Hallertau zurückkehre. Der erste Pneuwechsel vom Jahr, und das Ende Mai. Dieses Jahr passiert alles später als sonst.

Monday, April 15, 2013

Revisionsende


Wie ist der bloss steckengeblieben?



Die BMW ist endlich in einem akzeptablen Zustand. Am Samstag bekam sie den neuen Kettenkit, neue Bremsbeläge vorne und hinten, und einen neuen Schlauch im Hinterpneu.








Die Zähne am Ritzel waren derart abgenutzt, dass die Spitzen knollenartig aussahen und teilweise sogar schräg abgerundet waren.


Die alte Kette war einfach nur lotterig. Der neue Antrieb liess sich mit etwas Geduld und Fingerfertigkeit gut montieren, obwohl wir kein Nietwerkzeug zu Hand hatten. Man muss sich halt zu helfen wissen.

 







Dann die Bremsen. Die Beisser der BMW lassen generell zu wünschen übrig, obwohl die Kolben von Brembo stammen. Ich war mir ziemlich sicher, dass die Beläge durch seien, aber dass sie grad dermassen schlecht beieinander waren hätte ich mir nicht gedacht.




Eingefressener Flugrost, morscher Belag, und mikrige Reste im Millimeterbereich.
Ich hab mich für organische Beläge entschieden, da bei dieser Maschine der Unterschied zu der Bremsleistung von Sinterberläge wohl vernachlässigbar sein wird.

Der Test heute (100 km Pendeltour) hat mir recht gegeben. Kein Rasseln mehr in der Kette, und besserer Biss an den gereinigten und entrosteten Bremsscheiben. Die BMW ist wieder zwäg und darf nach Hause. Jetzt wo der Frühling endlich da ist wird wieder Buell gefahren.


Sunday, April 7, 2013

Screw this

Um 10 Uhr 30 stellte ich Bacchus in die Talgarage rein und holte den Dakar raus. Es war frostig, und die einte oder andere Schneeflocke taumelte faul aus dem grauen Himmel. Da ich das Beast gestern frisch gewaschen hatte reute es mich, sie schon wieder auf den kalten, dreckigen Strassen zu bewegen. Ich musste ja bloss kurz zu den Eltern und wollte in ca. sechs Stunden wieder zurück sein.
Es kam aber anders. Kurz vor 13 Uhr war ich wieder in der Talgarage, diesmal mit dem Brüetsch. Er holte sich aus meinem Teilelager ein paar OEM-Buell-Blinker für seine Kawasaki während ich die V8 startete.
"Komm, Süffel, du musst mir wieder mal die BMW  retten."
Wir haben den KLR vom Brüetsch aufgeladen und sind wieder zurück nach Hurden, zwischen Rapperswil und Pfäffikon, wo der Dakar mit plattem Hinterpneu am Strassenrand wartete. Das Ding hatte versucht, mich bei 80 km/h mit einem gewaltigen Schlenker in den Gegenverkehr zu katapultieren. Es ist mir ein Rätsel, wo die Holzschraube mit Torx-Kopf herkam, aber einen blöderen Ort zum Steckenbleiben hätte sie sich kaum aussuchen können.


Ich sollte in den nächsten Tagen den Kettenkit erhalten. So bekommt der Dakar gleichzeitig eine neue Kette und ein neuer Hinterreifen. Und dann geht er zurück zum Besitzer. Mir reicht's.
Jedenfalls bis zum nächsten Winter.

Sunday, January 27, 2013

Inspirationssuche

Der Brüetsch und ich schauten am letzten Tag bei der Motorradwelt Bodensee vorbei. Ich bin so langsam auf der Suche nach einer Ergänzung zu meinen beiden Buells und der Pistensau. Ich gehe davon aus, dass das Beast dieses Jahr die 100'000-Marke knacken wird, und obwohl sie mindestens doppelt so lang leben soll möchte ich sie ein wenig entlasten im täglichen Verkehr indem ich mir einen zweiten Alltagstöff anschaffe. (Der Basilisk ist ja für Schönwettertouren reserviert.) Es wird wieder eine V2 und Italiener, soviel weiss ich. Der Diavel, die Streetfighter, und die grosse Brutale von MV sind meine drei Favoriten, aber auch der Multistrada oder eine Aprilia Dorsoduro wären eine Überlegung wert. Da ich mir diese Viertmaschine frühstens in 2014 kaufen werde heisst's im Moment wirklich nur rumschneuggen und schauen, was es für Umbaumöglichkeiten gibt fürs jeweilige Modell. (Ist ja klar, dass sie nicht im Originalzustand belassen wird.)
Für den Diavel hab' ich bei der Messe heute ganz hübsche Teile entdeckt.
Gefällt mir, das Heck.

Oder von der gleichen Firma, diese Streetfighter-Veredelung:


Es waren auch andere Geschmäcke vertreten, solche, die auf Weichheit und Fuzzies stehen:

oder Rost, Spitzen und Chrom:
Schau mal die Gabelcovers an! Die hätte ich auch gern - aber in schwarz.
 Military style sieht man auch immer wieder:
Überraschenderweise sah ich nicht einen einzigen komplett schwarzen Fighter. (Eine kaum umgebaute '13er Z1000 gab's in Ganzschwarz, inkl. schwarzes Lampenglas. Sah noch frech aus.)

Alles in allem ein gelungener Ausflug. Einige Buell-Kollegen getroffen, wieder mal mit Angelo von Nastybike geschwatzt und die neuste Vyrus bewundert, und tatsächlich nix ausser das eben erschienene Motomania-Buch gekauft. (Der Süffel kriegt früher als geplant neue Winterpneus, das heisst einige Wochen aufs Geld schauen...)
Und die Inspirationen für den Frühling und allfällige neue Umbauten in nächsten Jahr, die sind eingeholt.