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Sunday, December 6, 2015

Schwarz und schmierig

Der Ölwechsel am Süffel war etwa ein Jahr überfällig... Das Öl sah entsprechend aus. Beim Ausbau des Filters fielen noch grosse Rostbrocken vom Chassis runter. Und die Ölwanne musste ich auch umleeren weil mir prompt die Ablassschraube reinfiel. Gab eine ziemliche Sauerei.
Sogar das Foto sieht aus, als ob ein Ölfilm darüberliegt.

Muss jetzt wieder Filter besorgen; hab gestern den letzten verbaut.

Saturday, August 22, 2015

Doof

Freitagabend, später Feierabend gemacht, ne grosszügige Runde gefahren, und ungefähr bei Sonnenuntergang in der Talgarage eingetroffen. Bis zum letzten Moment überlegte ich mir, ob ich das Suzukeli gleich aufladen soll, um Samstagmorgen früh nach Beggingen zu fahren, oder ob ich zuerst Ritzel, Kette und Kettenrad wechsle.
Ich war in Schrauberlaune und entschied mich für letzteres.
Das Kettenrad kam recht gut ab; ich war besorgt, dass die Schrauben festgehockt sein könnten. Aber sie sind sogar wiederverwendbar.
Oben neu, unten alt.
Beim Festmachen vom neuen Kettenrad ruschte ich ab und schlitzte mir den Daumen auf. Von da an gings schief.
Den Sicherungsring vom Ritzel konnte ich beim besten Willen nicht weit genug spreizen, um es zu entfernen.
Die Halteschraube der vorderen Bremsbeläge habe ich letztes Mal viel zu satt angezogen; jetzt lässt sich der Inbuskopf nicht mal mehr mit einem Torx greifen.
Die alte Kette liess sich wunderbar entfernen, immerhin. Aber ich Hornochse hatte die neue montiert und geschlossen bevor ich merkte, dass sie zu lang ist - drei Glieder zu lang, um genau zu sein.
Neue Kette immer vor der Montage mit dem alten vergleichen.
Ziemlich verärgert über mich selber schmiss ich die Sache hin. Samstag war crossen eh ausgefallen - der Daumen war so tief offen dass es erst nach 24 Stunden Druckverband aufhörte zu bluten, und ich kein Lenker richtig greifen konnte ohne die Wunde wieder aufzureissen. Bumpkin hat ja eine leichte Kupplung und bei Bedarf ein lockeres Gemüt; ich konnte immer kurze Strecken fahren.
Samstagnachmittag verbrachte ich also wieder in der Garage, mein Blödsinn vom Vorabend beheben, zumindest teilweise. Die Sinterbeläge bleiben vorerst drin, aber mit einem neuen Kettenschloss
Beide Kettenschlösser mit kaputten Rollen.
hat der Knochenbrecher wieder anständig Antrieb, und ich kann auf die Piste, sobald es das Wetter und der Daumen zulässt. Und nächstes Mal denke ich dran, die Kettenlänge vorher zu kontrollieren, und nicht jede Schraube wie'n Elefant anziehen. Gopferdeckel.

Sunday, December 1, 2013

Voll abgehangen

Vor drei oder vier Wochen hab ich das Beast nach einer ganz normalen, ziemlich kalten und sogar nassen Ausfahrt eingestellt und seit dem nie wieder angelassen. Nun hängen Rahmen und Gabel von der Decke; die Schwinge steht in einer Ecke und der Motor hockt einsam auf dem Arbeitstisch. Innerhalb von vier Stunden wurde aus einer funktionierenden Maschinen ein Trümmerhaufen.

Okay, ganz so schlimm ist es nicht. Zwischen Weihnachten und Neujahr bringe ich den Motor zu Lucky für eine Komplettrevision. Mein Mech machte mir eine Offerte über 7000.- für die Auffrischung, ohne Kurbelwelle. Das kann ich mir nicht leisten, und ich glaube eh, dass die Kurbelwelle auch nicht mehr ganz gesund ist. Ich will, dass der ganze Mocken auseinandergerissen und jedes Teil kontrolliert wird. Netterweise erklärte sich der Brüetsch bereit, mir beim Ausbau des Mockens behilflich zu sein, damit ich's dann dem Lucky bringen kann.



Gestern kam das Beast zuerst mal in die Werkstatt, die dummerweise im UG ist. Zum reinkommen gibt's nur eine Treppe und die Türe befindet sich rechts davon. Mit Hilfe sämtlicher anwesenden männlichen Familienmitglieder (bin immer wieder froh, dass ich keine Schwestern habe) wurde die Buell vorsichtig hinderschi über Bretter runtergerollt, um die Ecke gehievt, und auf den Tisch gebracht. Lift wäre praktischer, aber mit fünf Leute geht's auch. Nachdem sie an ihrem Platz kam haben der Brüetsch und ich die kleinen Arbeiten erledigt: GFK-Teile abmontiert, Fussrasterplatten weg, Hinterachse gelöst, und zum Schluss das Öl abgelassen, damit es über Nacht austropfen konnte. (Wir haben den Motor schliesslich nicht warm laufen lassen, bevor wir die Ölschrauben rausnahmen.)

Nimmt mich Wunder, wann das Getrieböl zum letzten Mal kontrolliert wurde. Für was bringe ich die Karre all' 8000 km in den Service?
Links das Getriebeöl, wie Kotze. Rechts Motorenöl, der ja alle 3000 km neu ist...

Und der Dreck. Mensch. Überall Öl und Ablagerungen und Staub und tote Viecher. Was sich in 91'500 km alles so ansammelt.
Solch schwarze Öl/Dreck-Ablagerungen gibt's vom Zünddeckel bis hinten.

Heute, Sonntag, kam dann der Rest dran. Sämtliche Leitungen abhängen, hinten von einem Dachbalken hochrätschen damit wir die Schwinge abmontieren können, noch mehr Leitungen entdecken zum abkoppeln, laufend Dreck und Öl und Staub abwischen und wegblasen, die wichtigen Bolzen lösen, wieder Leitungen abhängen und dann zum x-ten Mal kontrollien, dass auch alles frei ist... Und gaaaanz vorsichtig den Motor absenken.



Der Brüetsch meinte, es sei wie in alten Zeiten: künstliches Licht, kalte Finger, überall Dreck und 'nen Töff aufm Tisch. Jawohl. Da könnte man glatt sentimental werden








Alles verlief ohne Komplikationen, ohne Schaden, ohne Frust und ganz nach Plan, was ja ziemlich selten vorkommt. Nun, bis im April oder Mai, wann auch immer der Motor fertig ist, bleibt der Rahmen als Deckendeko hängen.

Thursday, June 20, 2013

Sechs Monate kein Service...

...das rächt sich. Das Viecheli geht am nächsten Freitag in den Service, den 72-tausender, aber das war ihr nicht früh genug.





Am Dienstagmorgen riss der Antriebsriemen.



















Am Mittwoch gingen die hinteren Radlager kaputt.










Und heute hab' ich wieder 300 mL Öl nachgeleert. Sie ist wirklich nicht mehr die jüngste. Aber ich darf mich nicht beklagen, denn ich hatte jedes Mal grosses Glück.
Dass sie Öl frisst, das weiss ich. Sie braucht zwei- bis dreihundert Milliliter alle tausend Kilometer - also bei normalem Sommerbetrieb jede Woche.
Als der Belt riss waren wir zuhause. Ich war voller Vorfreude auf leeren Strassen und den wunderschönen Morgen... Nur kam nichts ausser Lärm als ich die Kupplung rausliess, um von meinem Parkplatz wegzufahren. Ich musste nicht mal runterschauen um zu sehen was los war. Beltriss tönt immer gleich.
Erstes Glück: Wir waren zu Hause. Zweites Glück: Mein Nachbar war in seiner Ferienwohnung, und fuhr  mich zu meiner Talgarage, wo der Süffel haust. Bacchus brachte mich zur Arbeit und ich war sogar pünktlich. Und weil ich ihn schon dabei hatte hab' ich ihm gleich bei Auto Bauer neue Sommerpneus bestellt. Wenn die mal montiert sind wird er nicht mehr nach rechts ziehen.

Aber zurück zum Moped. Sie musste natürlich sofort einen neuen Riemen haben. Mein Mech - der beste Mech der Welt, ehrlich - paltet mittlerweile ein Belt an Lager für mich. Der Brüetsch konnte es holen als er eh in der Stadt war, und am gleichen Abend war das Beast wieder fahrtüchtig.

Meinte ich zumindest. Am Mittwochmorgen bin ich gediegen in die Arbeit gefahren und konnte doch noch einen Sommermorgen auf dem Töff geniessen. Über den Mittag bin ich spontan zur Post gefahren um einige Rechnungen zu zahlen, und dabei hörte ich kurz ein Knarzen in der Hinterachse. Das Geräusch wiederholte sich zwar nicht, aber mein Bauchgefühl war ganz schlecht. Am Wochenende gehe ich wieder in den Hallertau; ich wollte nicht liegenbleiben.
Allerdings wäre das gar nicht so weit gekommen. Die Lager kamen schon auf der Autobahn nach Zürich auseinander, und bis wir in der Stadt waren war das Knorzen und Ächzen unüberhörbar.
Harley Davidson Zürich nahm sich trotz Vollauslastung Zeit, um mir kurzfristig am Nachmittag die Lager und Bremsbeläge auszuwechseln, und gleich noch einen Pneu - Michelin Pilot Power 3 - zu montieren. Auch wenn ich in den Wallis ziehen müsste würde ich meine Maschinen zu denen bringen. Ich kenn keinen besseren Service, egal in welchem Bereich.

Das Beast geht plangemäss nächsten Freitag in den Service. Aber die halbe Arbeit hat der Mech schon hinter sich.

Und damit ich mich ja nicht zu sehr entspanne: Heute hat's mich mit dem Dienstwagen geblitzt. Da kostet mich sicher den Preis eines Pneus.

Das ist echt nicht meine Woche.