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Thursday, September 17, 2015

Aus einem mach zwei

Das war:

Das ist:

Heute kam die BMW durch die MFK. Am Montag war der erste Termin, bei dem alles für gut befunden wurde mit Ausnahme des zu lauten und nicht homologierten Topfes. Irgendwie hatte ich den vernachlässigt. Ich war so damit beschäftigt, die wirklich kaputten Teile herauszureissen oder ersetzt zu kriegen dass ich den Auspuff gar nicht beachtete.
Aber, halb so schlimm. Der nette Herr Experte meinte, "Mached Sie öppis mit dem und chömed Sie wieder, dänn isch da scho guet."
Also den Original - mitsamt überflüssigem aber dafür symmetrischem linken Topf (ehrlich, BMW, so ein Blödsinn) - draufgepfriemelt, und heute kurzfristig einen Nachkontrolltermin bekommen. Der heutige, noch nettere, Experte meinte, das Original sehe sowieso viel besser aus als das illegale... Na ja, bei dem Aussehen hilft auch der nix. Aber die MFK ist erfüllt und ich bin ein klein wenig stolz auf mich. Jetzt mal verschnaufen, denn die nächsten Arbeiten stehen bald an. Pneuwechsel, vordere Bremsscheibe, evtl. Kette. Und noch vor alldem, denke ich, wird der alte Topf wieder draufkommen, denn die Touratech-Boxen passen nicht über die Originalanlage. Und der überflüssige Schalldämpfer ist mir höchst zuwider.

Wednesday, July 15, 2015

Recall

Gestern war ich bei Zachmann, um einen Service-Termin abzumachen für die KTM. Fehlt nicht mehr viel bis sie 15'000 km auf die Uhr hat.
Dort machten sie mich darauf aufmerksam, dass grad eine Recall im Gang war - im schlimmsten Fall gäbe es einen Tankersatz.
Sicher doch, jetzt wo ich alles frisch lackiert habe.
Heute hab ich den Brief gefunden:
Für die Buells hab ich sowas nie erhalten....
Na ja. Ich hatte bisher keinen Tropfen Benzinverlust. Wird schon nicht so schlimm sein.

Monday, May 25, 2015

Töffferien, die keine waren

 Es fing alles gut an - so die ersten 1-2 Stunden. Am Auffahrtsdonnerstag fuhren wir ab, der Brüetsch und ich, auf Buell und Benelli.
Der Benelli ging dann in Uri die Most aus. Tankanzeige defekt.
Na ja, halb so schlimm. Ich ging auf der Buell 750 mL holen (für irgendwas hat man eine Trinkflasche dabei, auch wenn sie nie mehr als Trinkflasche benutzt werden kann wenn mal Benzin drin war. Den Geruch kriegt man ums verrecken nicht weg). Oberalp und Lukmanier waren schön, wenn auch etwas verkehrreich. Man merkt dann beim Überholen-wollen auch den Unterschied zwischen 140 Italo-PS und die 100 der V2... Wenigstens wars trocken, und in Italien wurde es richtig warm und sonnig.
Am Nachmittag hatten wir die Berge vorerst hinter uns. Am ersten Tag wollten wir das Plateau möglichst überquert haben, um am Freitag Ligurien in Angriff nehmen zu können. So kam es dann auch, obwohl die Benelli die Diva ein zweites Mal raushängen liess und die Hauptsicherung verbratete. Der Brüetsch war so weitsichtig und hatte einen Ersatz mitgenommen, also war auch dieses Problem innerhalb einer Stunde behoben. Den Sicherungsdeckel liess er gleich weg, und ein Scheinwerfer hängte er ab, um die Sicherung zu schonen. Die zwei Ersatzsicherungen, die er  gleichentags in einem Baumarkt besorgte, wurden nicht mehr verwendet. Wenn er LEDs in die Scheinwerfer einbaut sollte die 30A-Sicherung auch heisses Wetter standhalten können.
Am ersten Abend übernachteten wir im Hotel Rallye in Voghera. Der Regen, der einsetzte, endete etwa gleichzeitig mit unserer Abreise am nächsten Morgen, und so konnten wir uns frohen Mutes in die Berge schwingen. Etappenziel war Florenz.
Der Brüetsch fand eine winzige, holprige Bergstrasse die uns einige schönen Aussichten beschehrte. Beim Rauffahren kam bei der Buell plötzlich die Motorlampe. Sie lief ganz normal also dachte ich nichts schlimmes dabei. Das US-Map, welches ich letztes Jahr draufmachen liess, macht immer wieder Probleme, und das Beast mag ja keine Feuchtigkeit... Ich dachte, es sei harmlos, wie üblich.
Wir machten Fotohalt, tankten in einem Bergkaff 100 Oktan, kamen wieder auf eine grössere Strasse... Es begann wieder grosse Tropfen zu regnen also hielten wir wieder an, damit ich mir meine Regenhosen über die Rokker-Jeans ziehen konnte. (Ja, ich toure in Jeans und Textiljacke. Spart einiges an andere Klamotten und ist super zum rumklettern oder mal durch ein Dorf schlendern, wenn wir irgendwo was entdecken welches ein Absteigen und Rumlaufen erfordert.)
Schwang mich wieder in den Sattel, drückte den Starter...
Kla-klack.
Und mehr war da nicht rauszuholen.
Die Batterie wars nicht; die wurde letztes Jahr gewechselt, und die Lämpchen leuchteten normal. Die Zündkerzen waren auch ganz frisch. Der Brüetsch zog sich Helm und Handschuhe aus und machte sich mal schlau - so gut es ging, ohne Multimeter.
Er hatte schlauerweise Kupferkabel - irgendwelche Audiokabel, die sich gut abisolieren liessen - eingerollte und mitgebracht. Mittels diesen stellten wir fest, dass meine Batterie Strom zog. (Die Benelli ist mittlerweile mit einem kraftvollen Lithium-Block ausgestattet. Ohne selbigen wäre die Reise wohl ganz anders verloffen.) Der Brüetsch sagte, das Problem sei entweder Stator oder Regler.
Die Benelli lud die Buell soweit, dass sie wieder starten konnte. Und wir fuhren weiter, einige Kilometer. Aber das Problem war nicht mehr wegzukriegen. Die Buell begann bald zu husten und zu spucken. Die Lämpchen wurden immer dunkler. Sie hatte kaum Leistung, aber manchmal kam sie doch wieder, wenn ich den Hahnen voll offen hatte... Es war stellenweise richtig gefährlich.
Irgendwann stellte de Motor einfach ab. Zum Glück rollten wir gerade bergab und ich konnte in eine Bucht rein. Dort verbrachten wir die nächsten 20 Minuten. Die Benelli lud die Buell und der Brüetsch checkte meine Sicherungen und sämtlich Stecker und Elektroleitungen durch.
Am Schluss waren wir uns einigermassen sicher, dass der Alternator schuld war. (Ich sehe gerne auf Vorrat schwarz, damit ich nicht frustriert bin wenn ich recht behalte und mich freuen kann, wenns doch nicht so schlimm ist.)
Das war keine Reparatur für den Strassenrand. Ich fand den nächsten Harley-Mech in Genua, etwa eine Stunde entfernt. Wir dachten, mit wiederholtem Laden würden wir es vielleicht schaffen. Es war Mittagszeit, und gemäss Internet hatte er werktags bis 19 Uhr offen, also sollte es zeitlich reichen.
Wir sammelten alles wieder ein und fuhren noch mal ab. 15 Minutes laden reichten schlussendlich für 15 Minuten Fahrt. Regenwolken sammelten sich langsam. Als der V2 dieses Mal starb steuerte ich das Beast zu einem Parkplatz am Strassenrand. Kilometer 69 der SS45, Ausfahrt Zerba. Und dort verbrachte ich die nächsten viereinhalb Stunden. Ich hatte natürlich ein Buch dabei, also war die Zeit nicht ganz verloren.
Ich telefonierte meine Versicherung, welche mir einen Abschleppdienst organisierten. Gar nicht so einfach, am Auffahrtswochenende. Es vergingen drei Stunden, bis der Lastwagen auftauchte.

Ich musste der Versicherung und den Abschleppern klarmachen, dass sie das Moped nicht dem nächstbesten Mech hinstellten, sondern dem Harley Mech in Genua. Auf Schweizerdeutsch geht es, aber ich lerne erst seit anfangs Jahr italienisch; mit den Abschleppern reden war schon schwieriger.
In der Zwischenzeit war der Brüetsch nach Genua gefahren und hatte uns einen rollenden Ersatz besorgt. Eine kleine graue Fiat 500, die ich sofort Maus taufte. Und mit dem Kärreli machten wir in den nächsten 6 Tagen über 2000 Kilometer.
Die Idee für diese Reise stammte aus dem Wunsch von mir, die verlassene Stadt Craco zu besuchen, ganz im Süden, in Kalabrien. Ich hab eine Faible für verlassene Orte, und nicht erst seit der Reise nach Pripyat und Tschernobyl letztes Jahr.







Auf dem Weg in den Süden sahen wir noch Florenz
Florenzer Wohnungen, am Aussenwand eine Brücke.



Rom
Ruine des Koliseum
den Vatikan
Der Platz vor dem Petersdom
 Anzio
Basilica di Santa Teresa
Napoli
Castello dell'Ovo
Pompeii
Badehause, eingangs der Ruinen
und kamen endlich nach Craco.
Die verlassene kalabrische Stadt
Die Buell war erst am Mittwoch wieder abholbereit, da der genuesische Mech über das ganze Auffahrtswochenende geschlossen hatte. Wir besuchten in der Zeit auch noch die verlassene, oder ehemals verlassene, Ortschaften


Sowie einige Burgruinen. Somit wurde eine regelrechte "Ruinen-Tour" draus. Das Reisen mit Auto hat halt den Vorteil, dass das fahren selber unwichtig ist, und man hat Zeit für anderes. Wir konnten die Ferien also doch geniessen, wenn auch nicht planmässig.

Wie gesagt, die Buell war am Mittwoch abholbereit. Dies, obwohl das Harley Verteilzentrum in Belgien einen falschen Regler geschickt hatte. Der Mech holte sich Erlaubnis von einem Kunden, den Regler eines verkauften XB12S zu nehmen und bei mir zu installieren, damit ich weiterfahren konnte. Das nenne ich Service.
Leider kehrte das Wetter gleich am nächsten Tag. Solange wir die Maus spazierenfuhren hatten wir blauen Himmel und Sonnenschein. Kaum waren wir wieder auf zwei Räder unterwegs goss es wie aus Kübeln. Seufz. Also machten wir uns auf dem Heimweg, ziemlich direkt, durch den Westen anstatt wie Südtirol, da sich dort die Wolken besonders dick stauten.
Der San Bernardino Pass war zu; aus der Gallerie des Tunnels sahen wir schneebedeckte Tannen. Und kalt war es. Da gab es keinen Grund, nicht drei Tage früher zu Hause einzutreffen.
Pessimistisch gesehen kann man sagen, ich fuhr nach Italien um den Regler ersetzen zu lassen. 1300 km nach neun Tage Ferien ist ein Witz - das schaff ich im Sommer normalerweise mit Pendeln und Wochenendausfahrten.
Aber optimistisch gesehen war's gar nicht schlecht. Die Versicherung zahlt den Mech, und mittels Maus konnten wir einiges anschauen, das wir sonst links liegen gelassen hätten. Und hey - ohne Töffklamotten habe ich tatsächlich etwas Bräune bekommen.

Thursday, April 9, 2015

Kontaktaufnahme

Ich hab mich endlich für ein Lackkonzept entschieden - und nein, es war doch nicht die Nummer 4, die ich im vorletzten Eintrag erwähnte.
Ich habe alle mögliche Farben probiert (ausser pink, natürlich), mit und ohne umlackierten Rahmen, mit und ohne Grafik-Kit. Ich bin immer wieder zur Rost-Idee zurückgekehrt, und hab schlussament festgelegt, dass der Rahmen orange bleibt (als Erkennungsmerkmal, da die grosse Grafiken verschwinden, und weil ich den Aufwand scheue, den Motor auszubauen. Ich möchte die Lackierung bis im Sommer gemacht haben) und dass der Airbrush sich mit Dreck und Staub und nicht-gewaschen-sein vertragen soll. Der Kürbis wird nämlich noch weniger gebadet als das Beast; schlisslich geht die KTM nur einmal pro Jahr in Service.
Also. Am Wochenende hatte ich endlich ein Konzept gezeichnet welches meinem Bauchgefühl zusagte. Der nächste Schritt war Kontaktaufnahme mit dem Airbrusher. Und der war schön länger festgelegt, noch vor ich genau wusste, was auf die KTM draufkommt.
Mein Buell-Mech gab mir nämlich schon im Februar den Tip, als ich erwähnte, dass ich jemand suchte der Rosttexturen im Griff hat. Ich schaute mir im Internet die Beispiele seiner Fähigkeiten an und war voll überzeugt. Also schrieb ich der Carrosserie Weyl heute eine E-Mail.
Es ging keine halbe Stunde, da rief mich der Chef Weyl an. (Da könnte sich ein gewisser Bärtchenträger was von diesem Kundendienst abschneiden...)
Morgen liefere ich ihm Fotos der Maschine, meine Skizzen, Details zum Konzept. Er schaut sich das mit dem Airbrusher an und sie sagen mir wie-wann-wieviel.
Der Anfang dieser Zusammenarbeit ist schon mal vielversprechend. Und ich freue mich bereits jetzt auf meine einzigartige SuperDukeR...

Thursday, October 9, 2014

Vieles neu macht der Oktober

Zumindest dieses Jahr, und zumindest beim Beast. Der 100'000er (analog zum 8000er auf dem revidierten Motor) wurde vorgezogen, weil die Kupplung nicht mehr sauber trennte.
Es stellte sich heraus, dass die Nase vom Primärdeckel abgebrochen war. Alterserscheinung. Lucky hatte sogar etwas davon erwähnt, aber ich sagte wir sollens sein lassen. Immerhin hats noch sechstausend km gehalten.
Also, Deckel gewechselt.




Die hintere Felge auch gleich. Nach verschiedenen Lagerschäden war der alte Achstunnel ausgeschlagen.





Die Rechnung für die ganzen Arbeiten - hier ist wieder mal ein grosses Lob an HD Zürich angebracht - ist natürlich heftig. Dafür sieht man dem Viecheli ihr Kilometer-Alter kaum an.

Tuesday, July 22, 2014

Eingefahren

Innerhalb einer Woche haben das Beast und ich 2300 km gemacht, die Pneus runtergefahren, und vier Länder besucht. Es gab Nachholbedarf, und wie.
Am Mittwochnachmittag eine Bodenseetour; am Donnerstag und Freitag Allgäu, Samstag bis Montag Südtirol
Oberhalb Brixen
(und über den verregneten Jaufenpass und Timmelsjoch in den österreichischen Tunnels, aus der Nässe raus), und heute in den bereits überfälligen ersten Service.
Da wurde nicht nur wieder auf synthetischem Öl umgestellt, sondern auch die Batterie (wohl noch das Original von 2008) sowie die hintere Bremsscheibe und -beläge ersetzt, und vor allem das Kabelbindergewirr vom Weinfelder Mech behoben, der angeschmorte Ständerkabel erneuert, und die Auspuffmontage korrigiert damit der Antriebsriemen nicht mehr am Metall ankommt.
Bin ja schon froh, hatte die Weinfelder Bude Zeit für den Zusammenbau, aber in Betracht ihres Gebastels wars das erste und letzte Mal wo ich Arbeiten bei ihnen ausführen liess.
Egal. Das Beast ist wieder top zwäg - abgesehen von den abgefahrenen Gummis - und morgen krieg ich den grossen Kürbis... Im Moment kann mich rein gar nix ärgern.

Wednesday, July 9, 2014

Murphy zum x-ten

Ich würd dem Kerl am liebsten den Hals umdrehen.
Heute Abend bei Vogel nachgehakt, ob ich den Beast morgen holen könne.
Der Bescheid: Unmöglich. Das Lambdasondenkabel, anfangs letzter Woche bestellt, kommt erst morgen, vielleicht Freitag. Wenn alles nacher wirklich gut lauft ist die Arbeit am Freitag, eher Samstag, fertig.
Für mich tönt das nach nächste Woche.
Fuck. This.

Saturday, April 26, 2014

V8 von unten





Am Mittwoch nahmen der Brüetsch und ich wieder Mal die Werkstatt von unserem Onkel in Beschlag. Er hat ein Autolift, und um die Ölwanne des Dodge auszuwechseln war sowas vonnöten.
Nachdem der Süffel über 2-3 Wochen Stillstand eine rechte Öllache auf dem Boden meiner Talgarage hinterliess nahmen wir uns die Sache an meinem letzten Ferientag an.


Etwas Recherche im Internet sagte uns, dass ein Dodge-Mech sechs Stunden Aufwand einrechnete für die Auswechslung der Ölwanne. Wir rechneten natürlich mit mehr Zeit; am Schluss brauchten wir neun Stunden.
Wir mussten die Vorderachse auseinandernehmen, die Lenkstange lösen, das rechte Rad abmontieren, und zum Schluss noch eine massive Metallhalterung bei der Wanne lösen und umbiegen, aber zum Glück war nix mit Motor absenken. Immerhin.
Es war ganz interessant, so eine V8 von unten zu bewundern. Die Zylinder sehen ganz gut aus für ihr Alter. Der Motor könnte locker noch 200'000 km überleben. Die Schwachstelle beim Süffel wird wohl sein Getriebe und der Automat sein...

Die Ölwanne war wohl schon mal weg; nur haben die Genies letztes Mal die alte Dichtung wieder verwendet und einfach mit Flüssigmasse ausgebessert. Zum Glück kams mit Bremsreiniger recht gut weg. Alles wieder zusammengebaut und dabei jede Schraube mindestens zweimal angezogen und wieder gelöst, denn die Ami-Toleranzen machen den Zusammenbau zu einem rechten Puzzle. Fünf Liter 10W-30 eingefüllt und angelassen.
Ein extrem lautes Ticken kam aus dem Motor und liess auch nach mehreren Minuten nicht nach. Wir machten uns schon Sorgen, dass die Kurbelwelle irgendwo anschlug; dass die Wanne nicht sauber montiert war und den Ölaufnehmer gegen die Welle drückte. Aber als ich zu Hause ankam war's weg. Auch das leichte Surren, das er vor dem Wannenwechsel hatte, war verstummt. War wohl nur Ölmangel am Anfang.

Nun stehen die nächsten Unterhaltsarbeiten an. Die Bremsbeläge vorne sind durch, und am Auspuff hat der Brüetsch ein Riss entdeckt, das unmöglich geschweisst werden kann. Also neues Auspuffrohr besorgen und montieren. Die Arbeit hört nie auf bei der Karre.

Saturday, December 28, 2013

Knotenkrümmer

Seit gestern ist der Mocken des Beast beim Lucky. Und beim Lucky ist auch dieses Kunstwerk:
Voll geil.

Sunday, December 1, 2013

Voll abgehangen

Vor drei oder vier Wochen hab ich das Beast nach einer ganz normalen, ziemlich kalten und sogar nassen Ausfahrt eingestellt und seit dem nie wieder angelassen. Nun hängen Rahmen und Gabel von der Decke; die Schwinge steht in einer Ecke und der Motor hockt einsam auf dem Arbeitstisch. Innerhalb von vier Stunden wurde aus einer funktionierenden Maschinen ein Trümmerhaufen.

Okay, ganz so schlimm ist es nicht. Zwischen Weihnachten und Neujahr bringe ich den Motor zu Lucky für eine Komplettrevision. Mein Mech machte mir eine Offerte über 7000.- für die Auffrischung, ohne Kurbelwelle. Das kann ich mir nicht leisten, und ich glaube eh, dass die Kurbelwelle auch nicht mehr ganz gesund ist. Ich will, dass der ganze Mocken auseinandergerissen und jedes Teil kontrolliert wird. Netterweise erklärte sich der Brüetsch bereit, mir beim Ausbau des Mockens behilflich zu sein, damit ich's dann dem Lucky bringen kann.



Gestern kam das Beast zuerst mal in die Werkstatt, die dummerweise im UG ist. Zum reinkommen gibt's nur eine Treppe und die Türe befindet sich rechts davon. Mit Hilfe sämtlicher anwesenden männlichen Familienmitglieder (bin immer wieder froh, dass ich keine Schwestern habe) wurde die Buell vorsichtig hinderschi über Bretter runtergerollt, um die Ecke gehievt, und auf den Tisch gebracht. Lift wäre praktischer, aber mit fünf Leute geht's auch. Nachdem sie an ihrem Platz kam haben der Brüetsch und ich die kleinen Arbeiten erledigt: GFK-Teile abmontiert, Fussrasterplatten weg, Hinterachse gelöst, und zum Schluss das Öl abgelassen, damit es über Nacht austropfen konnte. (Wir haben den Motor schliesslich nicht warm laufen lassen, bevor wir die Ölschrauben rausnahmen.)

Nimmt mich Wunder, wann das Getrieböl zum letzten Mal kontrolliert wurde. Für was bringe ich die Karre all' 8000 km in den Service?
Links das Getriebeöl, wie Kotze. Rechts Motorenöl, der ja alle 3000 km neu ist...

Und der Dreck. Mensch. Überall Öl und Ablagerungen und Staub und tote Viecher. Was sich in 91'500 km alles so ansammelt.
Solch schwarze Öl/Dreck-Ablagerungen gibt's vom Zünddeckel bis hinten.

Heute, Sonntag, kam dann der Rest dran. Sämtliche Leitungen abhängen, hinten von einem Dachbalken hochrätschen damit wir die Schwinge abmontieren können, noch mehr Leitungen entdecken zum abkoppeln, laufend Dreck und Öl und Staub abwischen und wegblasen, die wichtigen Bolzen lösen, wieder Leitungen abhängen und dann zum x-ten Mal kontrollien, dass auch alles frei ist... Und gaaaanz vorsichtig den Motor absenken.



Der Brüetsch meinte, es sei wie in alten Zeiten: künstliches Licht, kalte Finger, überall Dreck und 'nen Töff aufm Tisch. Jawohl. Da könnte man glatt sentimental werden








Alles verlief ohne Komplikationen, ohne Schaden, ohne Frust und ganz nach Plan, was ja ziemlich selten vorkommt. Nun, bis im April oder Mai, wann auch immer der Motor fertig ist, bleibt der Rahmen als Deckendeko hängen.

Thursday, June 20, 2013

Sechs Monate kein Service...

...das rächt sich. Das Viecheli geht am nächsten Freitag in den Service, den 72-tausender, aber das war ihr nicht früh genug.





Am Dienstagmorgen riss der Antriebsriemen.



















Am Mittwoch gingen die hinteren Radlager kaputt.










Und heute hab' ich wieder 300 mL Öl nachgeleert. Sie ist wirklich nicht mehr die jüngste. Aber ich darf mich nicht beklagen, denn ich hatte jedes Mal grosses Glück.
Dass sie Öl frisst, das weiss ich. Sie braucht zwei- bis dreihundert Milliliter alle tausend Kilometer - also bei normalem Sommerbetrieb jede Woche.
Als der Belt riss waren wir zuhause. Ich war voller Vorfreude auf leeren Strassen und den wunderschönen Morgen... Nur kam nichts ausser Lärm als ich die Kupplung rausliess, um von meinem Parkplatz wegzufahren. Ich musste nicht mal runterschauen um zu sehen was los war. Beltriss tönt immer gleich.
Erstes Glück: Wir waren zu Hause. Zweites Glück: Mein Nachbar war in seiner Ferienwohnung, und fuhr  mich zu meiner Talgarage, wo der Süffel haust. Bacchus brachte mich zur Arbeit und ich war sogar pünktlich. Und weil ich ihn schon dabei hatte hab' ich ihm gleich bei Auto Bauer neue Sommerpneus bestellt. Wenn die mal montiert sind wird er nicht mehr nach rechts ziehen.

Aber zurück zum Moped. Sie musste natürlich sofort einen neuen Riemen haben. Mein Mech - der beste Mech der Welt, ehrlich - paltet mittlerweile ein Belt an Lager für mich. Der Brüetsch konnte es holen als er eh in der Stadt war, und am gleichen Abend war das Beast wieder fahrtüchtig.

Meinte ich zumindest. Am Mittwochmorgen bin ich gediegen in die Arbeit gefahren und konnte doch noch einen Sommermorgen auf dem Töff geniessen. Über den Mittag bin ich spontan zur Post gefahren um einige Rechnungen zu zahlen, und dabei hörte ich kurz ein Knarzen in der Hinterachse. Das Geräusch wiederholte sich zwar nicht, aber mein Bauchgefühl war ganz schlecht. Am Wochenende gehe ich wieder in den Hallertau; ich wollte nicht liegenbleiben.
Allerdings wäre das gar nicht so weit gekommen. Die Lager kamen schon auf der Autobahn nach Zürich auseinander, und bis wir in der Stadt waren war das Knorzen und Ächzen unüberhörbar.
Harley Davidson Zürich nahm sich trotz Vollauslastung Zeit, um mir kurzfristig am Nachmittag die Lager und Bremsbeläge auszuwechseln, und gleich noch einen Pneu - Michelin Pilot Power 3 - zu montieren. Auch wenn ich in den Wallis ziehen müsste würde ich meine Maschinen zu denen bringen. Ich kenn keinen besseren Service, egal in welchem Bereich.

Das Beast geht plangemäss nächsten Freitag in den Service. Aber die halbe Arbeit hat der Mech schon hinter sich.

Und damit ich mich ja nicht zu sehr entspanne: Heute hat's mich mit dem Dienstwagen geblitzt. Da kostet mich sicher den Preis eines Pneus.

Das ist echt nicht meine Woche.

Sunday, August 26, 2012

Es bremst!

Im Februar montierte der Mech eine Braking Wave vorne auf der Uly. Das Pumpen der Originalen hatte mich derart genervt, dass ich das zu Anlass nahm die schönere Braking-Scheibe zu besorgen. Am Anfang war sie auch sehr angenehm und viel besser als das Original.
Vor zwei Tagen, nach einem halben Jahr und etwa dreissigtausend Kilometer, haben wir die Scheibe ersetzt. Sie war nun extrem verzogen und bremste schlechter als jede vorhergehende Scheibe, obwohl die Floaters einwandfrei schafften und das Rad kein Schlag drin hatte. Ich fahre ja meine vierte Buell, und jede hatte Probleme mit der Vorderbremse. Aber als die Braking nachgab wurde wars so schlimm wie nie zuvor.
Die alte Scheibe wurde als Garantiefall an den Hersteller retourniert. Die neue? Ich hatte noch nie so eine gute, geschmeidige Bremse auf einer Buell. Kein Pumpen, kein Zittern in den Händen, kein "klack" beim anhalten.
So kann ich mich richtig freuen aufs Alpengrollen. Mit einer zuverlässigen Bremse die richtig beisst kann ich auch wieder richtig heizen. Am Dienstag ist Abfahrt.

Friday, August 24, 2012

Forty-Eight

Ich durfte eine Forty-Eight als Ersatzmaschine haben gestern, währenddem das Beast beim 56Tausender-Service war. Ich hab mich - zu meiner Überraschung - schnell mit dem kleinen 1200er angefreundet. Sie gefällt mir einiges besser wie die XR1200 mit ihrer schwammigen Bremse und unpräzisem Fahrwerk.
Nicht, dass die Forty-Eight da besser gestellt wäre. Aber sie ist eh für etwas anderes gedacht - zu relaxen, cruisen, ein bisschen cool in die Welt schauen. Es macht wirklich Spass, einfach mal auf einer breiten Geraden locker die Seele - und die Füsse - baumeln zu lassen.
Die Sitzposition der Forty-Eight ist fast das wichtigste - wenn man so draufhockt ist es egal, dass die Bremse halt nicht sofort ankert. Schräglagen sind nicht wirklich ihr Ding, und mit dem kleinen Tank müsste ich bei meinem 130-km-Pendelweg jeden Tag Benzin nachfüllen. Die Auspüffe müssten unbedingt ersetzt werden - die Originalen tönnen hell und metallisch. Am Lenker würde ich auch was machen, allem voran die beidseitigen Blinkertasten mit einem einzigen Schalter an der linken Lenkerende ersetzen.
Jetzt schwatz ich schon vom Umbauen. Nö, ich kauf mir keine Forty-Eight. Aber ich möcht sie wieder ausleihen können, denn sie hat mir den Reiz vom cruisen gezeigt. Ist nicht zu verachten.

Sunday, May 13, 2012

Service auch am Sonntag

Ich wollte heute eigentlich den Belt auf dem Beast wechseln, zusammen mit dem Brüetsch. Der jetzige Antriebsriemen hat 24'000 km hinter sich und zeigt Risse auf der Oberfläche und Verfransungen am Rand. Eigentlich sollen die Dinger bis zu 60'000 km halten - hab ich zumindest irgendwo gelesen - aber meine reissen in der Regel nach 13 bis 20 tausend km und meistens im Frühling. Ich trau diesem nicht die 4500 km in den Pyrenäen und Spanien auszuhalten. Lieber vorher wechseln.
Nur hatte mir mein Mech leider der falsche Belt besorgt, und zwar derjenige mit 128 Zähne, der auf die Lightnings und Firebolts passt. Die Uly und die Ss haben längere Schwingen und benötigen 135-Zahn-Riemen.
Grummeln, fluchen, überlegen, wo man wohl ein Uly-Belt noch bekommt. Am Donnerstag fahren wir ab; montags haben sämtliche HD-Händler geschlossen und es paltet eh keiner Buell-Riemen auf Lager.
Ich habe eine Natelnummer von Daniela von HD Zürich. Es widerstrebt mir zwar, Leute an einem Sonntag zu stören, aber das war ein Notfall. Ich sandte ihr ein SMS und dachte, das ist sicher ein Geschäftsnatel; vielleicht sieht sie's am Montag und kann ein Paar Minuten an ihrem Ruhetag für mich investieren damit ich doch den richtigen Riemen bekomme.
Nach fünf Minuten hatte ich eine Antwort. HD Zürich gibt alles; ich bekomme morgen Bescheid.

Töfffahrer fluchen gerne über Mechs; Buellfahrer umso lieber über Harley-Mechs. Aber ich muss sagen, HD Zürich imponiert mich immer wieder mit ihrem tollen Service. Ich bin seit fünf Jahren Kunde und seit fünf Jahren zu 100% zufrieden.