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Monday, December 7, 2015

Finkenhaufen

Alles illegal wenn aufgezogen.
Das Resultat einer Nachmittagsarbeit. Drei Mopeds, drei Leute, sechs Reifen. Die Buell rollt nun auf einem Satz PiRo3 - perfekt für dieses feuchte, neblige Wetter und die ewigs nasse Strassen.

Sunday, July 19, 2015

Mal schnell nach Nürnberg

Am Donnerstagabend nach der Arbeit, bei gefühlten 35° - geniales Wetter, das - machten uns der Brüetsch und ich auf den Weg nach Österreich. Wir wollten nach Nürnberg, und wenn man nach Norden soll fährt man selbstverständlich zuerst gegen Südosten, weil im Südosten fängt das Lechtal an.
Er mit der Benelli, ich mit der KTM. Und ich stellte zwei Minuten vor Abfahrt fest, dass die Dunlops durch waren. Ups. Na ja. In die Talgarage Buell holen ist langweilig, also Abfahrt nach Plan. Geht schon schief. (Die Buell fährt seit einer Woche auf neuen Full Bores rum. Aber der alte Traktor hat Mühe auf langen flachen Strecken, mit der Benelli mitzuhalten. Deshalb blieb sie zu Hause.)
Wir übernachteten im Schönauer Hof, ein richtig lässiges Motorradhotel in Schönau bei Holzgau. Günstig, schön, gut gelegen, mit zwei alten Mannlicher Gewehre (unter vielem anderem) im Gebälk - hat mir gut gefallen, die Gaststätte. Ich geh dort wieder hin, auch wenn sie keine 100 km von Zuhause ist.
Am nächsten Morgen reisten wir um 9 Uhr weiter und wollten so um die Mittagszeit bei Crazy Skull sein. Mehr dazu weiter unten...

Die KTM war ihre Reifen so richtig am vermantschen, deshalb machten wir einen Zwischenstopp beim Euromaster in Landsberg am Lech. Der organisierte mir einen Satz Michelin M7 RR und meinte, in zwei Stunden wäre das Moped abholbereit. Genug Zeit um die Altstadt von Landsberg kurz anzuschauen und Mittag zu essen. Aber zuerst wollte die Benelli auch etwas Aufmerksamkeit - geht ja nicht dass der Kürbis neue Gummis kriegt und die Diva einfach so still ihre Arbeit verrichtet. Nein, nein. Diva will auch was an sich getan haben.
Der Brüetsch meinte, er habe zwischendurch Rauch gerochen, und beim Starten habe es mehrmals Funken gegeben. Dem musste man natürlich nachgehen.
Wir waren so ziemlich ohne Werkzeug abgereist - abgesehen von Taschenmessern und Leathermans hatte ich bloss das Bordwerkzeug von der KTM dabei. Die ist jedoch bewundernswert ergiebig: Kombizange, diverse Gabelschlüssel und Torx-Aufsätze, Inbus, ein paar andere Kleinigkeiten. Schlussament alles was wir für die Diva benötigten, ausser eine 7er Nuss und die bekamen wir von Euromaster geliehen.
Es stellte sich heraus, dass ein Stecker verrutscht war und Rahmenkontakt herstellte. Seit die Benelli eine starke Lithium-Batterie spazierenfährt hat sie natürlich genug Saft, um damit um sich zu schmeissen, Funken zu schlagen, und sich ungebührlich zu benehmen... Jawoll. Also den Stecker wieder an sein Platz und die Rahmenstelle vorsorglich mit mehreren Lagen Isolierungsband abgedeckt.
Ich mach mir etwas Sorgen, dass die brave KTM auf komische Ideen kommt, wenn sie sieht was sich die italienische Diva und der störrische alte Ami-Bock sich alles an Faxen leisten...
Nach dem Mittagessen am Lech hatten wir noch Zeit um ein Stück dem Fluss entlang zu laufen. (Wir trugen ja noch unsere Töffklamotten, bei was weiss ich wieviel Grad...) Wir kamen zu einem kleinen Park mit einem Bau drin, welcher mit "Mutterturm" beschriftet war. Gemäss der eingemeisselten Gravur wurde es von einem Hubert von Herkomer gebaut, seines Zeichens "Wegbereiter des Automobilsports."
Ich wunderte mich, wieso das Gebäude Mutterturm genannt wurde, fand aber kein Schild mit der Geschichte dazu. Der Brüetsch hatte allerdings eine Erklärung.
"Er musste wohl seine Mom drin einsperren, damit er Automobilsport überhaupt betreiben konnte ohne dass sie dazwischenfunkte..." 
Landsberg am Lech
Wir verweilten am Fluss bis etwa 13 Uhr 30. Beim Rückkehr zum Euromaster stand die KTM da auf glänzend schwarze Gummis. (Dafür quietschen seitdem beide Bremsen, aber die Kiste geht bald in Service. Das soll der Mech mit dem Bremsflüssigkeitenwechsel gleich beheben.)
Zum Einfahren fand ich die Michelins etwas schwierig zu lesen. Bei den Full Bores auf der Buell hatte ich nach 15 km über einen kleinen Pass die Ränder anständig runter. Bei der M7 dauerte dies bis am nächsten Tag. Wobei ich sagen muss, dass wir bis ins Hallertau nur wenige Kurven fuhren.
So um 16 Uhr standen wir auf dem Parkplatz des Haarbach 7. Diverse Buells draussen, sowohl dem Keppi sein Tiki-Bike als auch Evas Harley waren da... Und der Bärtchenträger tauchte auch bald auf. "Frisch aus dem Urlaub," wie er sagte.
 Ich hatte ja seit Januar nichts mehr direkt von ihm gehört. Das Telefon nimmt er bei kaum jemandem ab, und Mails werden nur beantwortet, wenn er das Gefühl hat, es gibt etwas relevantes zu sagen.
Um einen sehr wortreichen Nachmittag ganz kurz zusammenzufassen: Den Basilisken gibt es noch, mit sämtlichen Teilen, immer noch in dem Zustand vom Januar. Drei Punkte gibt es zu lösen: Maskenhalterung, Kennzeichenhalterung, und die grösste Herausforderung, eine saubere, schlichte Kontrolllämpchenanordnung.
Der Keppi ist ein herzenslieber Mensch, und ein absoluter Perfektionist. Ich sehe einiges am Basiliskenprojekt überhaupt nicht so eng wie er - wenn ein Tankanzeige bei Motogadget nicht draufpasst dann lass es weg! Ich find ja schnell raus was für eine Reichweite der 1250er Mocken im 9er Rahmen hinkriegt. Aber nein, Keppi will Tankanzeige, deshalb gibt es Tankanzeige, und deshalb muss er eine Weile länger mit dem Kabelgewirr rumexperimentieren bis er etwas gefunden hat wo ihm passt.
Da ich nicht auf das Bike angewiesen bin bleibt es bei ihm. Ich nehme mir einfach vor, nächstes Jahr öfters raufzufahren und ihm über die Schulter zu schauen. Sonst wird das Ding wirklich nie fertig.

Eva kam irgendwann von der Arbeit heim, und es wurde so spät dass sie uns beiden eine Nachtlager anbot. Wir reisten am nächsten Morgen um 9 Uhr ab nach Nürnberg.

Bei Maniac Motors, DIE Benelli-Experten im deutschsprachigen Raum (so zumindest habe ich es verstanden) wurde die Diva mal schnell in Augenschein genommen. Es kam so einiges an unzufriedenstellender Arbeit zum Vorschein - fehlende Einstellschraube für einen Lüfterumbau, falsches Mapping, TPS Reset dringend notwendig, und was weiss ich noch alles... Ich bekam den Eindruck, die Benellis sind genauso - zu unrecht - verpönt wie Buells, und aus den gleichen Gründen: Weil Leute dran rummachen ohne genau zu wissen was die Dinger nötig haben.
Im August wird sie der Brüetsch dort oben abladen und komplett sanieren lassen. Die Rechnung will ich nachher sehen...

Am gleichen Tag schafften wir es nach Hause.
Fähre nach Meersburg
1500 km, oder so ungefähr, in zwei Tagen und einem Abend. Den Basilisken gesehen, die Diva begutachten bekommen, einen Routenteil für einen baldigen Ausflug mit Kollegen abgefahren... Mit dem Wochenendausflug konnte ich ziemlich viel erledigen. Und nun, wie gesagt - die KTM hat ihren ersten grossen Service nötig.

Saturday, December 13, 2014

Dreimal Finkenwechsel



Beim Beast war der vordere fällig, beim Kürbis beide. Ging ganz gut; ich bin schon sehr froh um die kleine Werkstatt im Nachbardorf meiner Talgarage. Wenn dem Inhaber ein bestimmtes Werkzeug fehlt (z.B. eine T40, oder eine 62er-Buchse für die Hinterachse der KTM) kann ers von seinem Motorsägenmech-Bruder oder der benachbarten Autowerkstatt ausleihen. Oder sogar selber machen, wie beim ersten Mal bei der Buell, als ich bemerkte, dass mir die Nuss für die Achse fehlt. (Sie ist mittlerweile wieder aufgetaucht.)

So ein Bock für vorne brauch ich noch...

Jetzt noch die Gummis einfahren. Das ist bei dem milden Winter kein Problem.

Tuesday, November 18, 2014

Dunlop SportSmart II

Öhm, ja. Ziemlich gut abgenutzt, der Finken. Aber 7200 km sind eine beachtliche Laufleistung. Ich zieh die gleiche Gummis wieder auf, denn ich bin mit den Dunlops bisher rundum zufrieden. Hab zwar keine Reise mit ihnen gemacht, und dafür ziemlich viel Autobahn (die KTM ist im Vergleich zur Buell einfach viel, viel angenehmer auf lange Geraden), aber für den Alltagsgebrauch ist die Originalbereifung perfekt.

Sunday, October 5, 2014

Dann halt nochmal

Die Diva hat ihre erste MFK-Prüfung nicht bestanden. Weil der Hinterpneu an der Limite war, und die Braking-Scheiben nicht eingetragen waren. Deren Blätter hatte ich allerdings dabei.
Der Herr Experte wollte halt kompliziert sein, und anstatt, dass er die Bremsscheiben gleich einträgt und den Pneuwechsel in Eigenverantwortung machen lässt, darf ich nochmals antraben.
Gestern also den Finken gewechselt, und am 14. gehen wir nochmal.

Friday, August 29, 2014

EBR 1190SX

Heute durfte ich sie Probe fahren. Wir waren zu sechst unterwegs und haben uns abgetauscht, damit jeder die neue Kreation von Erik Buell testen konnte.
Das Gute mal zuerst: Sie hat mächtig Dampf. Die Kraftentwicklung ist sauber und ziemlich geradlinig; ich hab keine grosse Leistungslöcher bemerkt. Sie lässt sich gut beherrschen. Die Bremse ist die beste Verzögerungsanlage die je serienmässig auf einer Buell verbaut wurde.
Aber. Ich fand sie sperriger als meine Uly in den Kurven. Das ewige Gewinsel der Kette, wenn man ab dem Gas geht nervte extrem. Die Tatsache, dass man nur eine Stufe aus der Traktionskontrolle auswählen konnte und sonst keine Einstellungen am Bordcomputer machen kann, überraschte mich sehr. Kein ABS, keine Mappings, aber 10-stufiger TC. Na dann.
Ich würde andere Reifen aufziehen, einen anderen Lenker drantun und das Fahrwerk anders einstellen (hinten wars sehr hart). Sie ist auch viel zu lang übersetzt; ich fuhr sie nie über den 4. Gang hinaus; meistens im 2. Ob man am Ton etwas ändern kann ist fraglich, und hübsch ist sie auch nicht. Der Kühler anstelle des Bugspoilers stört optisch und so ist die Maschine natürlich nicht schottertauglich (im Gegensatz zu den XBs).
Es war wirklich cool, das Bike testen zu können, und an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an den Wanner, dass er es ermöglicht hat. So kann ich jetzt nämlich einige Schlüsse ziehen.
Die 1190 kann man nicht mit einer XB vergleichen; das sind zwei total verschiedene Motorradtypen. Die XB schlägt und spuckt und vibriert und bollert und hat manchmal ein bisschen wenig Leistung oben raus. Die EBR ist einiges geschmeidiger und hat viel mehr Power, dafür fehlt ihr unter 2000 Touren den Zug, allgemein den Charakter und vor allem den V2-Ton.
Von der Leistung her gehört die 1190 in die Klasse der Super Nakeds, aber sie wirds sehr schwierig haben dort. Im Vergleich mit der S1000R und der 1290 ist sie einfach unfertig, unausgereift. Sie kommt mit der Elektronik, mit dem  Komponentenqualität und den Einstellungsmöglichkeiten einfach nicht hin. Die BMW ist günstiger, und die KTM ist schöner, charaktervoller und bietet viel mehr Varianten fürs Fahrverhalten.
Fazit: Die 1190 gefällt mir besser als vor der Probefahrt, und die 1290 bleibt absoluter Platzhirsch in Sachen 180 PS Bolide. Ich lob mir mein Kürbis.
Zwei Rohrrähmen, zwei Ulys, und die 1190. (Eine gelbe XB fehlt im Bild.)

Sunday, February 16, 2014

FullBore Stollen





Neu auf der Dakar. Vorerst nur vorne; der Hinterpneu wird in 1-2 Wochen gewechselt. Auf dem Beast zum gemütlich pendeln hat mir der günstige Ami-Gummi gar nicht übel gefallen. Mal schauen wie's tut auf der BMW.

Monday, October 28, 2013

Es geht wieder los...

Die Buell ist zwar noch nicht beim Mech - hab noch keine Infos zu den drei Revisionsvarianten - aber weil's aber heute Nacht kalt und nass und unangenehm wird hab ich am Abend die BMW geholt.
Angesprungen ist sie. Immerhin. Nach etwa zwei Kilometer musste ich allerdings feststellen, dass der Vorderpneu halb platt war. (Sollte wohl froh sein, dass es nicht das Lenkkopflager war, oder eine beschädigte Achse...)
Ich konnte den Pneu füllen und heimfahren, aber ich hab das Gefühl, dass der Gummi irgendwo leckt. Wenn das Ding morgen platt ist...
Es heisst ja, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, aber ehrlich. Ich dachte, ich hätte letztes Jahr die Fehler an dem Ding ausgemerzt. Müsste echt nicht sein, dass ich grad am ersten Tag das erste Problem bekomme.

Monday, August 12, 2013

Reifentest - Full Bore M-1

In letzter Zeit schreibe ich viel von der Piste. Die Buell wird schon nicht vernachlässigt, im Fall...


Das Beast hat wieder einen neuen Vorderpneu. Der letzte RoadAttack überlebte etwa 3500 km, also annehmbar üblich.
Da ich im Sommer jeden Monat einen neuen Vorderfinken brauche hab ich einige verschiedene Modelle fürs Lager bestellt, einfach um sie auszuprobieren. Vielleicht finde ich einen Pneu, der mir so gut passt wie die Z8 oder den RoadAttack.
Ich hab bei den günstigen Reifen angefangen und arbeite durch bis zum Pilot Road 3. Das ist der teuerste Pneu, den ich jeweils bestelle. Die Dunlops und Bridgestones für 180.- für vorne interessieren mich nicht - ich geb doch nicht so viel Geld aus für etwas wo nach zwei Wochen durch ist. Und das sind die Supersport-Reifen immer.
Also, das Beast fährt vorne Full Bore USA M-1. Die Beschreibung auf Reifendirekt ist voller Eigenlob - wie bei allen anderen Marken auch.
"Das FullboreUSA M-1 Street Profil ist für moderne Hochleistungsmotorräder gemacht. Perfekte Kombination aus Grip und Langlebigkeit zeichnen diesen Reifen aus. Dieser Multi-Sport-Motorradreifen bietet eine großartige Kombination aus Handling, Traktion, hoher Eigendämpfung, sehr guter Kontrollierbarkeit und einer hohen Langlebigkeit. Egal ob Kurven kratzen in der Freizeit oder der tägliche Weg zur Arbeit, der M-1 vereint beides zu einem erschwingliche Preis."
Blah blah. Aber schlecht ist der Gummi schon nicht. Gestern aufgezogen; nach dem Arbeitsweg heute ist der Angststreifen auf 1 cm runter und wird schrumpfen. Ich bin nicht sicher, ob ich beim Heizen (wie etwa im Schwarzwald) Vertrauen zu dem Reifen hätte; der Grip an den Flanken überzeugt mich (noch) nicht. Das ist vielleicht Kopfsache, oder evtl. sind die Ränder einfach nicht angeraut. Zum normal zügig pendeln taugt er jedenfalls genauso viel wie ein Conti. Wie er sich im Nassen verhält werde ich wahrscheinlich morgen erfahren. Eins bin ich mir jedoch sicher: Langlebig wird das Teil nicht sein. Dafür ist das Profil zu nieder. Ich gebs höchstens 2500 km.