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Friday, September 11, 2015

Was die Elektronik so ausmacht

Es ist bereits eine Woche vergangen, seitdem ich das Beast von Mario abholte. Sie war drei Tage bei ihm gewesen für eine gründliche Überarbeitung von dem Mapping.
Nach der Motorrevision im Sommer letzten Jahres liess ich von Mario die US-Map draufspielen, weil die Maschine viel zu mager lief. Diese Anpassung bewirkte jedoch das Gegenteil, nämlich dass sie nachher viel zu fett wurde, Startschwierigkeiten bekam (egal ob sie kalt oder bei Temperatur war) und ein Satz Zündkerzen dran glauben musste.
Wenn das Beast früher in den Service gegangen wäre hätte ich wohl vom Mech den alten EU Map draufspielen lassen – das ewige Absterben-wollen nach dem Starten ging mir so auf den Keks. Zum Glück (zumindest für die Laufkultur der Buell) machte ich dieses Jahr derart wenig Kilometer mit dem alten Ami-Bock dass er erst nächste Woche zum 108t km Service geht (obwohl sie mittlerweile knapp 112t km auf der Uhr hat).
Während meinen vergangenen UHU-Ferien kam die Maschine also zu Mario, der sie so zurückstufte, dass sie nun Kälte, Hitze, Höhemeter und egal was für Starts sauber abwickelt. Nur im Regen fahren, das mag sie immer noch nicht leiden. Aber das war von Anfang an so.

Thursday, February 19, 2015

Winterfit

Jetzt wo der Winter dann bald mal vorbei ist. Sein wird. Sein sollte...
Wie auch immer. Heizgriffe sind was feines. Und beim Kürbis tubbeli-einfach zu montieren.
Weils ein drive-by-wire System hat gibts keine Gas- und Kupplungszüge zum umpfriemeln; der aufwändigste Arbeitsschritt war die Entfernung des linken Griffes weil in Mattighofen etwas viel Leim drangekommen war.


Die Heizgriffe (Original KTM Parts, also wahrscheinlich von Oxford wie die Griffe wo man für viel weniger Geld im Polo bekommt) sind plug and play. Der Stecker dazu ist im säuberlich aufgeräumten Raum hinter der Lampenmaske zur Aufnahme parat. Zwei Torx-Schrauben lösen und die Maske klappt nach vorne. Ich war echt beeindruckt, wie bedienungs- und schrauberfreundlich die Maschine ist, dafür, dass sie dermassen mit Elektronik vollbepackt ist.
Dann im Menü dem Kürbis-Gehirn Bescheid sagen, dass da was neues an der Batterie hängt, und schon kriegt man eine neue Seite aufm Display wo man zwischen drei Heizstufen und "aus" wählen kann. Und der Setting wird gespeichert, im Gegensatz zum Mapping; wenn ich also die Maschine am Abend mit maximal heizende Griffe hinstell, dann heizen die am nächsten morgen munter maximal weiter.

Maximal ist übrigens ganz schön warm.


Die nächste Änderung ist noch nicht festgelegt, aber ich möchte vor August die Lackierung gemacht haben... 

Sunday, May 4, 2014

Endspurt

 Mein erster Anblick des Basilisken war der Rahmen um den fertig geschwärzten Motor auf einer Rolle, mit montierter Schwinge, und die fertigen GFK-Teile aufgelegt. (Ich stell jetzt extra kein Foto davon in den Blog.) Es sieht wunderbar aus.
Die Felgen und Fussrasten sind noch beim Pulverer. Einige Kleinteile werden noch fertig lackiert. Die Undertray- und Nummernschildmontage ist festgelegt. Die versteckte Hinterradbremse wurde ausgewählt. Mit Eva hab ich mich für ein Maskendesign entschieden. Das Ziel ist, dass die Maschine am 25. Mai zur Probefahrt bereit ist, und nachdem ich gesehen habe was alles getan wurde seit ich zum letzten Mal in der Hallertau wat, und wie alles für den Zusammenbau bereit liegt, bin ich zuversichtlich, dass das auch klappen wird.
   

Einbaubereite Kleinteile

Man kann sagen, vier Jahre sind eine lange Zeit für einen Umbau. Auch für einen Komplettumbau. Vieles am Basilisk ist ja "nur" überarbeiteter Originalware. Aber genau da drin liegt die Berechtigung. Da wurden nicht einfach Teile aus der Kiste genommen und dran geschraubt, oder halt gereinigt, lackiert und fertig, oder nach erstem Gutdünken verwendet. Nein, jede Verbindung wurde geprüft und meistens eben millimetermässig sauber angepasst. Drei Kabelbäume mussten dranglauben, bis Keppi eine schlichte, saubere Lösung hatte, welche auch gut hinter der Fightermaske passt. Überhaupt wenn ich bedenke, was alles umentschieden wurde, geklärt werden musste, was für sorgfältige Arbeit und detaillierte Verbesserungen drin stecken, dann bereue ich die Wartezeit nicht. Dass dann ein schwerer Unfall und vorübergehend schlechte Arbeitsbedingungen den Umbau auch verzögerten - das kanns geben. Vor vier Jahren sagte ich, Crazy Skull soll sich lieber genug Zeit nehmen und einen sauberen, exklusiven Umbau hinstellen, als dass das Ding schnell fertig ist und dafür nix spezielles wird. Die Forderung wird erfüllt. Und darum sind mir die vier Jahre Bauzeit ganz recht. Kann ich ja sagen, jetzt wo ich die Maschine bald in Empfang nehmen werde...

Sunday, December 23, 2012

Schmorbraten

Rechts die alte Batterie. War wohl 'ne Notlösung.
Gestern war grosses BMW-Schrauben angesagt. Wir (der Brüetsch ist Stromer, und seine Fähigkeiten waren gefragt) fingen vor 15 Uhr an und waren nach 23 Uhr fertig.
Die alte Batterie der Dakar war leer und gefroren, hielt keine Ladung mehr und war schlichtwegs nicht zu gebrauchen. Also hab' ich am Donnerstag eine neue gekauft. Als wir sie einbauen wollten wurde klar, dass irgendwo in der Elektrik ein Kurzschluss steckt - der Pluspol funkte und wir hatten einen viel zu kleinen Widerstand. Also, Batterie ausbauen und die Leitungen mal ausmessen. 

Relais-Zentrale zwischen Batteriefach und Lenkkopf.


Verschalung weg (eben die erwähnten fünf Plastikstücke und ein Dutzend Schrauben), sämtliche Sicherungen entfernt, Halteplatten weg, ein Haufen Relais ausgesteckt... Mensch, haben wir bemerkt wie praktisch die Buell eigentlich aufgebaut ist, auch wenn sie eim nicht so viel Platz lässt zum Arbeiten. Viel Elektronik gibt viele mögliche Fehlerquellen.





Dabei kamen andere Mängel zum Vorschein, z.B. dass im Reservoir überhaupt kein Kühlmittel vorhanden war. Wurde nachgefüllt.


    Links eine der neuen Iridium-Kerzen










Die Zündkerzen (ist ein 2 Spark Einzylinder, wobei die Kerzen beide rechts verbaut sind... Ob sie wohl abwechselnd zünden?) hatten auch bessere Tage gesehen. Wurden durch zwei neue Iridium Kerzen ersetzt.
Der Kabelbaum kam derweil auch zum Vorschein, verdreckt, verstaubt und verklebt. Messungen am Pluspol und Nullleiter ergaben immer Null, also war das Problem irgendwo im Drahtgeflecht zwischen Batterie und Sicherungskasten. Wir hatten ziemlich alle Leitungen zur Auswahl. Es hiess auswickeln und nach beschädigte Stellen suchen.


Zusammengeschmolzen

Getrennte Drähte







Unten beim Regler wurden wir fündig.














Gar nicht gesund
Die eigentliche Ursache für den Schaden war wohl die nachträglich verbaute 12V-Steckdose oben am Lenker. Irgendwann mal verursachte sie, vielleicht wegen der Korrosion, einen Kurzschluss, und da sie über keine Sicherung verfügte schmorten die Drähte an der schwächsten Stelle, dort wo sie am dünnsten sind - eben beim Regler.
Vom neuen Drahtgeflecht hab' ich leider keine Fotos, aber die Prozedur ist schnell erklärt. Die vier Kabel vom Kabelbaum wurde abgeschnitten und mit vier neuen in einem neu gebauten Stecker verbunden (Pressverbindungen und drei Lagen Schrumpfschlauch, damit's ja wasserdicht bleibt). Die Kabel vom Stecker zum Regler wurde komplett ersetzt.
Nach getaner Arbeit wurde der Kabelbaum wieder umwickelt, die Batterie ohne Funken und Feuer eingesetzt, sämtliche Deckel und Anhängsel und Verschalungsteile wieder angeschraubt... Dann schauten wir noch kurz nach was für Glühbirnchen im Tacho sind, weil drei von vier ersetzt werden müssen. Das "Zwägmachen" ist eben nicht ganz fertig. Die Kette muss noch gespannt werden und sobald ich weiss was für ein Motorenöl drin ist wird auch die Brühe ersetzt. Aber der grösste und wichtigste Arbeitsabschnitt ist erledigt.

Von aussen sieht man nichts von den acht Stunden Aufwand, die in die Reparatur eingeflossen sind. Nur die schuldige Steckdose fehlt. Aber die Dakar springt jetzt wieder an, wenn man sie einige Stunden stehen lässt.