Kalt...
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Tuesday, November 24, 2015
Thursday, May 7, 2015
Abgeliefert
Heute morgen früh um 7 stand ich vor der Carrosserie Weyl. Eigentlich machen die erst um halb 8 auf, aber ich hatte kaum die KTM abgedeckt, war Zsuka schon da. Er klopfte dem Kürbis aufs Hinterrad und murmelte etwas billigendes. Sogleich dann ein Kaffee angeboten, dass ich kaum Zeit hatte seine eigene gebrushte TDM zu bewundern. Wer sagt's - er hatte auch Rosteffekte und ein Biohazard-Emblem drauf. War klar, dass er definitiv der richtige Mann war um mein Kürbis zu bearbeiten. (Mein Rost und Biohazards werden schon anders aussehen. Da mach ich mir keine Sorgen, dass Bumpkin mit einer TDM als Zwillingsstück leben muss.)
Wir verstanden uns auf Anhieb gut. Er zeigte mir das erste dreier Bilder, die er für sich selber malt, und erklärte mir seine Hintergedanken dazu. Gefällt mir immer, wenn Zeichen und Objekte eine Symbolik beinhalten, und nicht einfach wegen dem Cool- oder Nerv-Faktor gewählt werden. Ich hielt die abmontierte Plastikteile an den Bike, damit er sich ein Bild davon machen konnte, und machte ihm klar, dass meine Skizzen wirklich nur auf grobe Impressionen raus waren. Er solle bloss so schaffen, wie's ihm passend erscheint. (Darauf meinte er ohne eine Wimper zu zucken, dass er die Kiste pink überjauchen werde.)
Innert einer halben Stunde, währenddem seine Freude am ganzen sichtlich weiter wuchs, hatte er mein Konzept dezent umgestrickt und erweitert. Weniger Nieten, feine Linien an den Kanten, 3D-Embleme, KTM-Schriftzug hinten am Heck ("aus Respekt für die Marke"), orange Highlights an der Maske, leichter Rostansatz am Tankeinlass, bisschen Blutspritzer (Er: "Vielleicht extrem... Also, für mich nicht, aber..." Ich: "Extrem ist gut. Machen."), matter Finish. Wird unverkennbar eine KTM bleiben, aber mit einem Schuss Mad Max und einer Prise Judge Dredd.
Ich freu mich wie blöd auf die Karre, umso mehr weil ich weiss, dass Zsuka Spass an seiner Arbeit haben wird und mit Leib und Seel dahintergeht. Und ich muss sagen, es hat jetzt wirklich lange gedauert, bis ich mich zu dem Rostkonzept bekennt habe, aber ich bin mir sicher, es ist das richtige. Das Bike wird nämlich mit der Zeit, mit steigender Laufleistung und immer mehr Abnutzung, nur noch besser und "echter" aussehen.
Wir verstanden uns auf Anhieb gut. Er zeigte mir das erste dreier Bilder, die er für sich selber malt, und erklärte mir seine Hintergedanken dazu. Gefällt mir immer, wenn Zeichen und Objekte eine Symbolik beinhalten, und nicht einfach wegen dem Cool- oder Nerv-Faktor gewählt werden. Ich hielt die abmontierte Plastikteile an den Bike, damit er sich ein Bild davon machen konnte, und machte ihm klar, dass meine Skizzen wirklich nur auf grobe Impressionen raus waren. Er solle bloss so schaffen, wie's ihm passend erscheint. (Darauf meinte er ohne eine Wimper zu zucken, dass er die Kiste pink überjauchen werde.)
Innert einer halben Stunde, währenddem seine Freude am ganzen sichtlich weiter wuchs, hatte er mein Konzept dezent umgestrickt und erweitert. Weniger Nieten, feine Linien an den Kanten, 3D-Embleme, KTM-Schriftzug hinten am Heck ("aus Respekt für die Marke"), orange Highlights an der Maske, leichter Rostansatz am Tankeinlass, bisschen Blutspritzer (Er: "Vielleicht extrem... Also, für mich nicht, aber..." Ich: "Extrem ist gut. Machen."), matter Finish. Wird unverkennbar eine KTM bleiben, aber mit einem Schuss Mad Max und einer Prise Judge Dredd.
Ich freu mich wie blöd auf die Karre, umso mehr weil ich weiss, dass Zsuka Spass an seiner Arbeit haben wird und mit Leib und Seel dahintergeht. Und ich muss sagen, es hat jetzt wirklich lange gedauert, bis ich mich zu dem Rostkonzept bekennt habe, aber ich bin mir sicher, es ist das richtige. Das Bike wird nämlich mit der Zeit, mit steigender Laufleistung und immer mehr Abnutzung, nur noch besser und "echter" aussehen.
Thursday, July 3, 2014
Schlaf, Kindlein, schlaf
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| Hübsch zugedeckt. |
Geniesse diese letzte Fahrt per Huckepack, Beast. Sobald du wieder auf die Räder stehst ists vorbei mit der Ruhe.
Monday, February 17, 2014
Ölzeugs
Der Süffel sabbert ein bisschen. Vor zwei Wochen bemerkte ich einen kleinen braunen Fleck auf dem Boden der Talgarage, und nach einer Ladung Bremsreiniger war klar, dass die Ablassschraube leckt. Würde wahrscheinlich reichen, wenn ich einfach die ersetzen würde, aber weil die ganze Ölwanne von Rost zerfressen ist, und Brüderchen eh in den USA weilt und mir sowieso ganz viele Waren für den Knochenbrecher mitbringt, und überhaupt... Na, ich hab' ihn gebeten, mir doch gleich einen neuen Behälter mitzubringen.
Hab nicht realisiert, dass die Wanne so gross ist... Aber macht ja Sinn - wo sollen die fünf Liter 10W-30 sonst hin?
Hab nicht realisiert, dass die Wanne so gross ist... Aber macht ja Sinn - wo sollen die fünf Liter 10W-30 sonst hin?
Sunday, November 10, 2013
Winterfest
Bacchus kam am letzten Mittwoch zurück aus Serbien. Anfänglich konnte ich ihn nur im Licht einer Taschenlampe bewundern, aber auch so konnte ich das Gold im Schwarz sehen. Im Sonnenschein hat er einen markanten Bronzestich, und beim fahren ändert sich die Farbe; teilweise könnte man meinen, dass er ganz in Gold lackiert wurde. Wirklich eine lässige Farbe.
Beachte den Stossdämpfer. Von Rost und Dellen keine Spur.
Bei mir ist der Schnee zwar noch nicht angekommen - im Moment windets und regnets nur. Aber gemäss Vorhersage solls heute noch weiss werden bei mir. Seit gestern rollt der Dodge auf Winterpneu, und die BMW ist unten in der Talgarage. (In diesem Bild ist sie nicht kaputt. Hab sie bloss huckepack genommen um sie in die Garage bringen zu können. Muss zwar den Starterknopf checken; irgendwo ist einen Wackel oder ein Kurzschluss. Aber laufen tut sie. Eigentlich.)
Seit zwei Wochen steht auch die Zeltgarage; so bin ich jetzt wirklich parat für den Winter. Ich werde schauen, dass das Zelt dieses Jahr regelmässig von Schnee befreit wird; dann sollte sie bis Ende der Schneesaison stehen bleiben können.
Wäre natürlich schön, wenn sich das Wetter weiterhin mit Regen zufriedengeben würde, statt Schnee... Jetzt kommt sogar noch die Sonne raus. Schneeloser Winter - das passt mir schon gut.
Beachte den Stossdämpfer. Von Rost und Dellen keine Spur.
Bei mir ist der Schnee zwar noch nicht angekommen - im Moment windets und regnets nur. Aber gemäss Vorhersage solls heute noch weiss werden bei mir. Seit gestern rollt der Dodge auf Winterpneu, und die BMW ist unten in der Talgarage. (In diesem Bild ist sie nicht kaputt. Hab sie bloss huckepack genommen um sie in die Garage bringen zu können. Muss zwar den Starterknopf checken; irgendwo ist einen Wackel oder ein Kurzschluss. Aber laufen tut sie. Eigentlich.)
Seit zwei Wochen steht auch die Zeltgarage; so bin ich jetzt wirklich parat für den Winter. Ich werde schauen, dass das Zelt dieses Jahr regelmässig von Schnee befreit wird; dann sollte sie bis Ende der Schneesaison stehen bleiben können.
Wäre natürlich schön, wenn sich das Wetter weiterhin mit Regen zufriedengeben würde, statt Schnee... Jetzt kommt sogar noch die Sonne raus. Schneeloser Winter - das passt mir schon gut.
Wednesday, October 9, 2013
Gelbsucht
Aha. So sieht der Bacchus also innen aus. Nicht schön. Sie haben das Schweizer Salz wirklich nicht gern, die Ami-Karren.
Ich hab die ersten Bilder vom Lackierer bekommen. Er hat viel Arbeit vor sich. Und ich krieg für meine €2000 einen unglaublich guten Deal.
Ach, und das Rostloch in dem Radkasten hinten links?
Das Loch gibt's nicht mehr.
Monday, September 30, 2013
Balkan Tour - Schweiz-Rumänien
Zehn Tage. Zwölf Länder. Vier tausend dreihundert fünfzig Kilometer.
Am späten Nachmittag des 19. ging's los, zu dritt im Single Cab, mit Gepäck und zwei grosse Nicht-Tourer hinten auf der Ladefläche.
Der Brüetsch und sein Kollege wären wohl die Nacht durchgefahren aber ich weigerte mich. Wir waren in den Ferien und Stress hatte da nix verloren. Beim Stuttgarter Flughafen fuhr ich ab der Autobahn und besorgte uns ein Hotel. Wir waren am nächsten Morgen wieder unterwegs bevor's überhaupt hell wurde und am frühen Nachmittag am Ziel.
In Novi Sad wurden die Motorräder abgeladen und weggesperrt. Bacchus wurde dann erst Mal dem Lackierer vorgeführt.
Ich brauchte einige Zeit um mich für eine Farbe zu entscheiden. Logisch - Bacchus' Haube war voll mit Farbmustern. Die Idee mit roten Streifen auf schwarzem Grund wurde - erwartungsgemäss - verworfen. Zu normal. Die Farbe für die ich mich endlich entschied ist zwar nicht sofort auffällig, hat aber einen speziellen Effekt und wird auch gut als Basis funktionieren falls ich den Truck zwischendurch mit Folienverzierungen aufpeppen will. Und weil ich auf Streifen und Logos verzichtet kostet die Rundumerneuerung nur €2000, einige hundert weniger als ursprünglich angedacht.
Updates mit den Fortschritten des Lackierers folgen, wenn/falls ich Fotos bekomme.
Nachdem ich mich endlich für einen Lack entschieden hatte gingen wir zum Mech, der einen grossen Service durchführen wird. (Kostet in Serbien nur €250, also warum nicht?) Gruss, einmal rundum, und ich liess mein Auto in irgendeiner serbischen Einfahrt stehen. Wenn ein Kollege und der Brüetsch das ganze nicht schon mal durchgemacht hätten wäre mir ganz schön mulmig gewesen. Oder besser gesagt, ich hätte die Übung wohl gar nicht angebrochen.
Am Samstagmittag, nach einem kurzen Besuch am Platzmarkt, verabschiedeten wir uns vom Kollegen und liessen unsere Maschinen den Ostwind schnuppern. Am Abend zuvor in einer viel zu lauten Bar hatten wir uns entschieden, 800 Kilometer Umweg zu machen um den Drumul Transfagarasan in Rumänien zu fahren.
Auf den Weg dorthin besuchten wir Cugir, den Namensgeberort der rumänischen Kalaschnikow-Variante. Bei unserem Besuch war eine Roma-Festivität in vollem Gange, also mussten wir das Zentrum umfahren. Dafür sahen wir recht viel vom Städtchen und wurden wie überall im Land grinsend gegrüsst. BMWs gabs zu Hauf, und einige japanische Tourer, aber Sportmaschinen wie unsere sahen wir nirgendwo, und sie haben der Bevölkerung in jedem der besuchten Länder ziemlich viel Freude bereitet.
In Cugir suchten wir ein Strassen die auf meiner grossen Karte eingezeichnet war. Sie sollte südlich von der Stadt wegführen und später in eine Hauptstrasse eintreffen. In meiner transylvanischen Detailkarte war diese Route nicht drin - aus gutem Grund, siehe Bild. Solche Wege gibt's viele in Rumänien, und bei besserem Wetter/anderem Moped/mehr Zeit hätte ich gar nix dagegen, sie tagelang zu erforschen. Aber wir hatten ein Ziel und sind darum zurück auf die Hauptstrasse.
Von der Strasse in den Wolken selber habe ich leider keine gute Bilder weil es sehr neblig war. Oben am Pass hielten wir beim Markt an und kauften heisse Maiskolben als Handwärmer und zum Zmittag.
Wir blieben zwei Nächte in Rumänien. Am zweiten Abend waren wir in Bran, in einem Zimmer mit Sicht auf die berühmte Burg. Eigentlich wollten wir das Schloss besichtigen, merkten aber bei der Ankunft dass Rumänien in einer anderen Zeitzone ist und überhaupt war es spät. Am nächsten Morgen machte die Burg erst um Mittag auf; um die Zeit waren wir schon 200 km südlich, auf dem Weg nach Bulgarien.
Wir hielten kurz auf einem Parkplatz neben der Hauptstrasse um etwas zu trinken, Öl beim Beast nachzufüllen - sie hatte bereits tausend Kilometer hinter sich und brauchte dementsprechend wieder 300 mL - und die Beine ein bisschen zu vertreten. Streunende Hunde gibt es zu zehntausende in Rumänien; wo man auch hingeht verdreckte, kranke und verletzte Köter. In den vergammelten Flugzeugen die beim Parkplatz standen - keine Ahnung wieso die dort waren, aber als Ausstellungsstücke wurden sie nicht deponiert - hauste ein Mensch und ein Rudel der allgegenwärtige Streuner. Auf dem Parkplatz gab es ein Welpe, der nicht zum Rudel gehörte. Ich gab dem kleinen Kerl einen kurzen Kraul hinter den Ohren und er machte es sich sofort im Schatten der Buell bequem, während ich Öl nachleerte.
Die Streuner sind mir ziemlich egal und es ist wohl am besten wenn ihre Zahl zurückgeht. Aber ich hoffe doch, dieser Knäuel sieht ein nicht allzu hartes Leben entgegen. Ich wünschte ihm viel Glück, als wir uns wieder auf dem Weg machten.
An dem Tag brachten wir geschlagene 600 Kilometer hinter uns, wovon das meiste geraudeaus ging mit einem starken Wind von Nordwesten. Das Beast hatte gar keine Freude daran - ab andauernde 4000 Touren leuchtet die Motorenlampe. Wird wohl ein Zusammenhang mit dem Ölverlust haben, denn sie fährt sonst ganz normal für ihr Alter und schafft auch 160 km/h ohne mechanische Proteste. (Die knapp 90t km auf der Uhr lassen sich aber echt nicht mehr verleugnen...) So schafften wir es bis Nis, Serbien, nachdem wir ein Zipfel von Bulgarien durchquert hatten.
Ab dort geht's dann weiter im nächsten Berichtsabschnitt; für heute ist's genug.
Sunday, August 18, 2013
Doppelbelastung
Gestern bekam der Brüetsch seine neue Strassenmaschine, eine hübsche Benelli TNT. Wir verbrachten den Nachmittag auf der Crosspiste Niederbipp und holten die TNT nachher beim Verkäufer in der Nähe von Bern. Das war auch gleich ein Test für Bacchus, ob wir nächsten Monat (die Balkanreise wurde arbeitsbedingt verschoben) wirklich zwei grosse Töffs laden können, um nach Novi Sad zu fahren.
Ich denke schon.
Ich denke schon.
Saturday, March 30, 2013
Holzladung
Harley Man ist der ideale Nachbar. Im Sommer hat er nix gegen Motorenlärm am frühen Morgen, und im Winter stellt er sicher, dass unsere Zufahrt im Winter befahrbar ist. Wenn's geht fräst er sogar den Fusspfad zu meinem Haus. Mir war's ganz recht, konnte ich mich mal erkenntlich zeigen.
Sunday, January 20, 2013
Rost, Zurrgurte und Säbelsäge
Beim Süffel muss der Abgastest wieder mal gemacht werden. Geht aber schlecht, wenns am Krümmer eine Bolzen ausgerissen hat und das Abgas rausbläst. Tönt geil, stresst aber die Zylinder und verschwendet Benzin und den Wert für den Test kriegt man auch nicht hin.
Also bei Rockauto einen downpipe von Walker und die dazugehörigen Bolzen bestellt, beim Onkel angefragt ob wir sein Lift benutzen können, und mal auf, och, zwei Stunden Arbeit tippen.
Hah. Zwei Stunden, denkste. Das Zeug war so verrostet dass wir jeden Bolzen durchschneiden mussten, und beim Rohr selber haben wir dann auch gleich kurzen Prozess gemacht und es mittig durchgetrennt um es einfacher herausnehmen zu können.
Der CO2-Sensor musste mittels Schraubklemme herausgeholt werden - vorsichtig, mit Rostlöser und WD-40, damit das Gewinde nicht kaputtgeht. Das mühsamste an allem war der Übergang vom downpipe zum Zwischenrohr. Wir hatten den Klemmbolzen (das runde Ding unten im Foto) zerschnitten, aber der war mittlerweile eh bloss Ballast. Die Rohre hatten sich in einander verrostet. Mit der Säbelsäge, Hammer und Schraubenzieher wurde das abgeschnittene Endstück vom downpipe mit viel Gefluche und Gewalt herausgegraben. Der Schraubenzieher ging dabei kaputt. Tja.
Die Montage des neuen Rohrs war zum Glück ziemlich problemlos. Die Innenseite des Zwischenstücks wurde mangels Rohrerweiterungswerkzeug geschliffen, um die Rille vom Klemmbolzen auszuebnen. Das neue Rohr zwangen wir mittels Zurrgurte vier oder fünf Zentimeter in das Zwischenstück hinein. Die Bride, die jetzt drauf ist, ist bloss eine Alibiübung - die grössten Klemmbolzen, die wir im Bauhaus finden könnten waren zu klein - aber der downpipe geht nirgendwo hin.
Also bei Rockauto einen downpipe von Walker und die dazugehörigen Bolzen bestellt, beim Onkel angefragt ob wir sein Lift benutzen können, und mal auf, och, zwei Stunden Arbeit tippen.
Hah. Zwei Stunden, denkste. Das Zeug war so verrostet dass wir jeden Bolzen durchschneiden mussten, und beim Rohr selber haben wir dann auch gleich kurzen Prozess gemacht und es mittig durchgetrennt um es einfacher herausnehmen zu können.
Der CO2-Sensor musste mittels Schraubklemme herausgeholt werden - vorsichtig, mit Rostlöser und WD-40, damit das Gewinde nicht kaputtgeht. Das mühsamste an allem war der Übergang vom downpipe zum Zwischenrohr. Wir hatten den Klemmbolzen (das runde Ding unten im Foto) zerschnitten, aber der war mittlerweile eh bloss Ballast. Die Rohre hatten sich in einander verrostet. Mit der Säbelsäge, Hammer und Schraubenzieher wurde das abgeschnittene Endstück vom downpipe mit viel Gefluche und Gewalt herausgegraben. Der Schraubenzieher ging dabei kaputt. Tja.
| Alt und neu |
Der Job dauerte - mit Zwischenspiel, um eine neue Nebellampe einzubauen - insgesamt etwa fünf Stunden. Es wäre einfacher gewesen wenn wir alle richtige Werkzeuge gehabt hätten, aber mit dem Lift war schon vieles viel einfacher. Und wenn die richtige Werkzeuge nicht vorhanden sind wird halt gedeichselt und improvisiert. Der Brüetsch ist darin Weltmeister. Und Gewalt ist immer 'ne Lösung.
Sunday, November 4, 2012
Rost und Radlager
| Archimedes' Prinzip greift auch bei verhockten Schrauben. |
Der Brüetsch, der bis am Donnerstag in den USA weilte, besorgte mir noch schnell eine Hub Assembly von Timken - das $300-teure, gute Teil, nicht der billige Ersatz für $90.
| Diverse Stäbe und die Federung wurden abgeschraubt. |
Der Brüetsch war anderer Meinung. "Was, Termin? Das machen wir selber."
Also gingen wir - vor allem er; ich war bloss Gango und zweites Paar Hände und Lehrling - heute dahinter.
Das alte Assembly war derart rostig, dass alles vom Hammer über grosse Schraubenzieher bis zum Brecheisen benötigt wurde, um es vom Halter zu lösen.
| Hub Assembly endlich weg. |
Die Arbeit, die wir eigentlich auf zwei Stunden geschätzt hatten, dauerte am Schluss doppelt so lang. Wie üblich. Ein gebrochener Schraubensplint, die Entdeckung, dass die Schock Absorbers ersetzt werden sollten, und viele, viel Rostflocken später war der Hub Assembly endlich abmontiert.
Die Montage des neuen Teils ging dann merklich einfacher und schneller voran.
| Bacchus wieder bereit für extreme Einsätze. |
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