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Sunday, June 7, 2015
Saturday, June 6, 2015
Eine Variante, sich Sonnenbrand zu holen
Heute war ein richtig schöner Sommertag, einen, den man als eingefleischter Töfffahrer eigentlich beim Kurvenwetzen oder Dreck schleudern verbringt. Würde man meinen.
Der Knochbrecher brauchte einen Ölwechsel, ebenso die Husky vom Brüetsch; der KTM musste die Kette geputzt und gefettet werden; Ölstandskontrolle bei der Buell...
Stattdessen reiste ich am Morgen in meine Talgarage, stellte 2/3 deren momentanen Inhaltes auf den Vorplatz, und fing an, Sachen abzuschrauben.
Der Knochbrecher brauchte einen Ölwechsel, ebenso die Husky vom Brüetsch; der KTM musste die Kette geputzt und gefettet werden; Ölstandskontrolle bei der Buell...
Zudem bekam ich am Donnerstag die Dakar vom Besitzer zurück. Die soll in September durch die MFK, sifft Öl aus alles möglichen Ritzen und ist allgemein schlecht zwäg.
Ich freute mich auf den Schraubertag im Freien. Es waren so viele Leute auf der Strasse - Dosen, Drahtesel, begabte und weniger begabte Motorrädler - dass es mich irgendwie gar nicht reizte, eine Tour zu unternehmen. Lieber die Hände dreckig machen, Ölflecken verteilen und mir einen feuerroten Sonnenbrand holen.
Der Brüetsch tauchte anfangs Nachmittag auf, gerade rechtzeitig, denn bei der Bämwäh war ich an verrostete Schrauben gelangt die ich nicht rausdrehen konnt. (Manchmal fehlts einfach in den Oberärmen.) Ich hatte schon vieles demontiert und das Öl abgelassen. Dabei kam ein Igel zum Vorschein, was nicht weiter verwunderlich war.
Mein Ziel war eigentlich, den Motor bis am Abend ausgebaut zu haben, aber wir mussten einsehen dass die bayrische Ingenieure auf ganz gescheit gemacht hatten und die Motorhalterung nur mit einem speziellen Vierzackenrohr zu lösen ist. Mit den gängigen Werkzeugen ist da nix zu machen.
Trotzdem, wir konnten feststellen, was ich vermutet hatte - es lohnt sich kaum, den jetzigen Motor, über 50t km alt, zu flicken. Lieber grad ein Ersatzmocken reinbauen.
Etwa 0.5L Kühlflüssigkeit war im System; es sollten 1.3L sein. Und ich hatte am Dienstag noch aufgefüllt. Öl leckt von der Getriebewelle, sämtlichen Leitungsanschlüsse und dem Zylinderkopf. Und eben, die Späne im Öl... Ein neuer Motor macht viel weniger Stress als die ganzen Defekte dieses Motors zu beheben.
Jetzt heissts gross Geld ausgeben: Ersatzmotor, Kettensatz, neuer Lenker, ABS Sensor (weil MFK, nicht weil sinnvoll; ging bisher ganz gut ohne), evtl. einige Elektrokleinteile.
Der Mech hatte 1600.- offeriert. Ich will das Ding für etwa einen Tausender durch die MFK bringen. Und nacher gehört sie mir, weshalb die ganze Geschichte in meinem Interesse ist. Nun mal schauen, ob ich den Ersatzmotor, den ich im Auge habe, zum gebotenen Preis bekomme. Das BMW-Werkzeug ist bereits bestellt.
Friday, May 29, 2015
Biohazard, Rost und Blut
Gestern Morgen abgeholt bei Carrosserie Weyl. Als Zsuka die Blache wegzog war ich baff vor Freude. Aus meinen schlampigen Skizzen hat er ein komplettes Kunstwerk gezaubert. Die Bilder sprechen für sich, und die sind dem Bike nicht würdig.
Geil. Einfach geil.
Besser als ich mir es jemals vorstellte.
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Und nie mehr verwechselbar.
Sunday, January 11, 2015
Fehlercode P0138
Vor gut einem Monat leuchtete plötzlich das gelbe "Check Engine" Lämpchen im Dodge und liess sich nicht mehr wegmachen. Beim Auslesen bekam ich zwar Details...
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| Auch bei 20-jährigen Göppel gehts nicht ganz ohne Computer. |
...aber schlau wurde ich erst dank Google. Und zwar kann der Fehlercode P0138 diverse Ursachen haben aber üblicherweise heissts einfach, dass der zweite CO2-Sensor, also derjenige, der ausgangs Kat steckt, kaputt ist.
Der Brüetsch - toller Kerl, der Brüetsch - besorgte mir noch am letzten Tag seines USA-Aufenthalts einen Ersatzsensor. Dann blieb die Sache eine Weile liegen, weil ich eh mit einem anderen Fahrzeug unterwegs war.
Ich kümmerte mich dann am Donnerstag drum. Im Youtube ein paar Videos angeschaut, nur um sicherzugehen, dass der Ersatz wirklich so einfach ist wie's aussieht - und tatsächlich, die Videos waren ermunternd. "Ausstecken," hiess es. "Sorgfältig rausdrehen," hiess es. "Neuer Sensor reindrehen, Stecker einstecken, Probefahrt und OBD-Reset machen," hiess es. Puh, peanuts - das werd ich ja wohl schaffen.
Also lag ich am Donnerstag mal unter dem Süffel. Der Sondenaufsatz, der mir den Brüetsch mitgegeben hatte, taugte schon mal nix, weil oben zu lang um Zwischenstücke oder Adapter einzustecken, und die einzige 3/8"-Rätsche die ich habe ist mein Drehmomentschlüssel. Aber macht nix - der Sechskant an der Sonde ist ein 22er; da hab ich ja diverses.
Nur, ein 22er Ringschlüssel passte nicht über den Steckerende. Mein 22er Zündkerzenaufsatz war genau zu kurz. Die 22er Gabelschlüssel ruschte ab. Trotz tagelang einwirkender WD-40 war das Ding so festgerostet wie... na ja, wie alles andere am Unterbauch des Süffels.
Der Brüetsch musste mich wieder mal aus der Patsche helfen, und ich darf mir eine Liste schreiben mit Werkzeugen, welche mir noch in der Garage fehlen:
- Bunsenbrenner
- Grosser, also richtig grosser, Hammer
- 3/8" Rätsche
- Grosse Wasserpumpenzange

Ich habe leider keine Fotos von der Arbeit unter dem Dodge. Das iPhone taugt als Kamera wenig und im Dunkeln gar nichts. Aber vom Resultat gibt's Schnappschüsse.
Links ist der alte Sensor, mitsamt verkafletem Sechskant. Der Brüetsch meinte, der Ami-Sensor sei ins europäische Gewinde vom Kat hereingezwängt worden - das würde erklären, weshalb das Herausdrehen so schwer ging, auch nachdem der Rost gebrochen war. Wir haben den neuen Sensor gut mit Kupferpaste eingeschmiert und reingedreht - wird ja wohl nicht so bald ersetzt werden müssen.
Der alte Sensor landete im Müll. Beim Versuch mit dem Ringschlüssel war der Stecker weggeschnitten worden. Beim Versuch mit einem längeren Zündkerzenaufsatz vom Brüetsch war die Kabelhalterung abgebrochen. Mit dem ist nix mehr zu wollen.
P.S. BMW-Eintrag verschiebt sich ein wenig.
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